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2,7 auf der Richterskala: „Wie eine leichte Sprengung“ – erneutes Erdbeben in der Region Aachen

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Blick auf die Innenstadt von Aachen.
Die Region um Aachen wurde erneut von einem Erdbeben getroffen (Archivbild). © imago images/Hans Blossey

Die Region zwischen Aachen und Roetgen wurde am Donnerstag erneut von einem Erdbeben getroffen. Mit 2,7 auf der Richterskala war das Beben minimal schwächer als am 2. Januar.

Aachen – Nach einem Erdbeben am 2. Januar wurde die Region um Aachen am Donnerstagabend erneut von einer Erschütterung der Erde getroffen. Wie die Polizei mitteilt, habe sich das Beben „wie eine leichte Sprengung“ angefühlt.

Geologischer Dienst NRW: Erdbeben in Aachen minimal schwächer als am 2. Januar

Das Erdbeben wurde laut Geologischem Dienst NRW am Donnerstag (14. Januar) um 19:06 Uhr zwischen Aachen und Monschau registriert. Ersten Auswertungen zufolge betrug die Stärke 2,7 auf der Richterskala. Damit war das Beben minimal schwächer, als am 2. Januar.

Wie Klaus Lehmann, Leiter des Landeserdbebendienstes, der Deutschen-Presse-Agentur mitteilte, sei die Erschütterung „deutlich“ zu spüren gewesen. Laut Polizeiangaben seien bis zum Freitagmorgen noch keine Schadensfälle aus der Bevölkerung gemeldet worden. Rund 100 Bürger hatten das Beben am Donnerstagabend gemeldet.

Nach Erdbeben in Aachen: „Die Gegend ist noch nicht zur Ruhe gekommen“

Das Epizentrum soll ersten Erkenntnissen an der gleichen Stelle, wie auch beim Erdbeben vor zwei Wochen gelegen haben. Dabei handelt es sich um eine Stelle bei Mulartshütte, einem kleinen Dorf in der Voreifel, dass südöstlich von Aachen gelegen zur Gemeinde Roetgen gehört.

Laut Klaus Lehmann habe es seit dem 2. Januar schon mehrere leichte Nachbeben gegeben, die aber nicht spürbar waren, aber aufgezeichnet wurden. „Das heißt: Die Gegend ist noch nicht ganz zur Ruhe gekommen“, betont der Leiter des Landeserdbebendienstes.

Region um Aachen besonders gefährdet: 1992 wurde ein Beben mit einer Stärke von 6,0 registriert

Ungewöhnlich sei eine solche Serie aber nicht. Manchmal sei es mit einem Stoß beendet, manchmal kämen mehrere hintereinander, wie Lehmann erklärt. Eine Gefahr für Gebäudeschäden sei aber nicht zu erwarten.

Die Region um Aachen ist laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) besonders anfällig für Erdbeben. Besonders schwer erwischte es am 13. April 1992 ein Gebiet in der Nähe der niederländischen Grenze bei Roermond. Damals wurde ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,0 registriert, das in Bonn einen Teil einer Hausfassade zum Einsturz brachte, wodurch ein geparktes Auto beschädigt wurde. (bs mit dpa)

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