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Rheinland: Menschen unzufrieden mit Verkehr in Städten – in Mönchengladbach ist es besonders schlimm

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Von: Oliver Schmitz

Starker Radverkehr auf einem Pop-Up Radweg
Die Situation für Fahrradfahrer ist in Mönchengladbach besonders schlecht (Symbolbild). © IMAGO / Ralph Peters

Der ADAC hat eine deutschlandweite Umfrage zum Thema „Mobil in der Stadt“ durchgeführt. Bei dieser schnitten die beteiligten Städte im Rheinland ziemlich schlecht ab.

NRW – Dass sich Bürger von Millionenstädten wie Köln immer wieder über die Verkehrslage aufregen, ist nichts Neues. Doch scheinbar sind die Menschen im Rheinland auch in „kleineren“ Großstädten nicht besonders zufrieden mit dem Verkehr. Darauf lässt zumindest eine neue Umfrage des ADAC schließen.

ADAC-Umfrage zur Verkehrslage: Mönchengladbach abgeschlagen auf dem letzten Platz

In der Online-Umfrage „Mobil in der Stadt“ wurden insgesamt über 10.000 Menschen nach der Zufriedenheit mit der Verkehrs-Situation in 29 deutschen Großstädten – Population zwischen 169.000 und 366.000 – befragt. Einwohner, Pendler und Besucher ab 18 Jahren konnten dabei die Situation als Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer bewerten. Pro Stadt wurden dabei jeweils rund 400 Interviews geführt.

Auffällig ist dabei, dass vor allem die Städte im Rheinland besonders schlecht abschneiden. Auf den drei letzten Plätzen der Gesamtwertung befinden sich Mönchengladbach (29.), Krefeld (28.) und Wuppertal (27.). Auch die beiden anderen Städte aus der Rhein-Region Aachen (25.) und Bonn (23.) finden sich auf der Liste weiter unten wieder.

In Gladbach wird dabei vor allem die Situation für Fahrradfahrer besonders heftig kritisiert, wobei sich die Stadt zusätzlich den letzten Platz beim ÖPNV mit Wuppertal teilt. Letztere verfügt mit ihrer Schwebebahn zwar über ein wirklich einzigartiges Transportmittel, doch das scheint die Situation im Nahverkehr nicht automatisch zu verbessern. Krefeld hingegen ist im Vergleich die unfreundlichste Stadt für Fußgänger. In einer anderen rheinischen Stadt setzt sich dagegen bereits immer mehr für Fahrradfahrer ein. So möchte Düsseldorf in den kommenden Jahr fahrradfreundlichste Großstadt werden.

ADAC-Umfrage: In Münster läuft der Verkehr am besten

So schlecht die Situation im Rheinland auch sein mag, befindet sich die bestplatzierte Stadt der ADAC-Umfrage gar nicht so weit entfernt, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Münster führt das Ranking des Vergleichs deutlich an. Die Universitätsstadt liegt dabei nicht nur im Gesamtranking, sondern auch bei den Kategorien Auto, Fahrrad und Fußgänger vorn. Einzig beim ÖPNV schneiden andere Städte etwas besser ab. Gerade der Sieg bei den Fahrradfahrern überrascht dabei absolut nicht, so gilt Münster quasi als deutsche Fahrradhauptstadt.

Wie Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im ADAC-Interview sagt, darf man „kein Verkehrsmittel bevorzugen, sondern muss Angebote für alle schaffen und gleichzeitig die Menschen einbeziehen.“ Genau das tue man laut Lewe, weshalb man in der Konsequenz auch diesen „Erfolg“ bei der Umfrage feiern dürfe. Bemerkenswert ist auch, dass neben Münster auch die anderen NRW-Städte wie Oberhausen oder Bochum alle besser abschnitten als die rheinischen.

In Köln versucht man derweil die Situation mit einer neuen alternativen Verkehrsform zu entlasten. (os)

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