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Affenpocken-Fall: Verdachtsfall in Köln – Entwarnung in Düsseldorf

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Eine Warn-App auf einem Smartphone warnt vor Affenpocken.
Laut NRW-Gesundheitsministerium geht man möglichen Kontakten von Personen mit dem Affenpockenvirus nach (Symbolbild) © Wolfgang Maria Weber/Imago

Im Fall des bayerischen Affenpocken-Falls gibt es für Düsseldorf Entwarnung. In Köln gab es am Montag jedoch einen Verdachtsfall. Das Testergebnis steht noch aus.

Update-Hinweis vom 23. Mai, 16:12 Uhr: Während es für Düsseldorf eine erste Entwarnung mit möglichen Affenpocken-Infizierten, die in Kontakt mit dem bayerischen Fall stehen, gibt, gibt es in Köln einen ersten eigenen Verdachtspunkt. „Aktuell befindet sich der Mann zu Hause in Quarantäne. Das Testergebnis steht noch aus.“ Allerdings gibt es „starke Hinweise“ auf die Viruserkrankung, bestätigt eine Sprecherin der Stadt Köln auf Nachfrage von 24RHEIN. Es liegen die typischen Symptome vor, heißt es weiter.

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums gibt es keine Verbindung in NRW zu dem Fall in München. Bei dem Fall in Köln geht das Ministerium von einem Kontakt zu einem Ausbruch der Affenpocken auf Gran Canaria aus. Symptome für sogenannte Affenpocken sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Im weiteren Krankheitsverlauf bilden sich Pocken auf der Haut, die letztlich verkrusten und abfallen, erklärt das RKI.

Affenpocken-Fall: NRW geht mögliche Kontakte nach – „Situation wird genau beobachtet“

Erstmeldung vom 22. Mai: Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen liegen nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums Hinweise „auf mögliche Kontakte von Personen mit dem Affenpockenvirus“ vor. Diesen Hinweisen werde nachgegangen, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag (21. Mai) der Deutschen Presse-Agentur. Das Landeszentrum für Gesundheit stehe in engem Austausch mit dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger.

Affenpocken-Fall in NRW? Verstärkte Wachsamkeit bei Ärzten und Gesundheitsämtern

„Die Situation wird genau beobachtet; die Ärzte sowie die Gesundheitsämter werden um verstärkte Wachsamkeit gebeten“, ergänzte der Ministeriumssprecher. Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland werde nach derzeitigen Erkenntnissen vom Robert Koch-Institut als gering eingeschätzt.

Affenpocken-Betroffener war auch in Düsseldorf unterwegs

Am Freitag war erstmals in Deutschland ein Fall von Affenpocken bestätigt worden. Betroffen sei ein aus Brasilien stammender 26-Jähriger, der von Portugal über Spanien nach München gereist sei, hatte das bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Seit etwa einer Woche ist er demnach in der bayerischen Landeshauptstadt, zuvor war er in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Es ist der erste jemals in Deutschland erfasste Fall von Affenpocken, zuvor wurde das Virus nach Angaben des RKI hierzulande noch nie nachgewiesen. Am Samstag wurden auch zwei Fälle in Berlin bestätigt.

Der Patient in München leidet an der milderen westafrikanischen der zwei bekannten Virusvarianten. Das hat die Genom-Analyse des Erregers am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr ergeben, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte.

Gesundheitsbehörden zufolge verursacht das Virus meist nur milde Symptome, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen. In Einzelfällen sind tödliche Erkrankungen möglich. Übertragen wird das Virus vor allem über direkten Kontakt oder Kontakt zu kontaminierten Materialien, auch eine – wohl sehr seltene – Übertragung über Tröpfchen in der Luft ist auf kürzere Distanzen möglich. (jw mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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