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Medienbericht: Ex-Offizier der Bundeswehr wegen Amtsanmaßung bei Fluthilfe angezeigt

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Anwohner und Ladeninhaber versuchen, ihre Häuser vom Schlamm zu befreien und unbrauchbares Mobiliar nach draußen zu bringen.
Eine überschwemmte Straße im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz nach dem Unwetter im Juli. © Thomas Frey/dpa

Einem ehemaligen Oberst wird Amtsanmaßung nach der Flutkatastrophe vorgeworfen. Der Verband der Reservisten hat ihn angezeigt.

Hagen – Wegen Amtsanmaßung und Missbrauchs von Titeln bei den Fluthilfeeinsätzen ist ein pensionierter Oberst der Bundeswehr laut einem Bericht der Westfalenpost (Donnerstag) angezeigt worden. Die Anzeige habe der Verband der Reservisten erstattet. Der ehemalige Oberstleutnant des Kommandos Spezialkräfte habe sich nach der Flut im Raum Ahrweiler als „Führer Kommandozentrale und Stabsgruppe“ ausgegeben sowie einen „Befehl Nr. 1 zur Durchführung von Unterstützungsleistungen“ erteilt und im Internet veröffentlicht.

Flutkatastrophe: Ausschlussverfahren gegen Ex-Offizier eingeleitet

Laut Zeitung hat der Verband außerdem ein Ausschlussverfahren gegen den früheren Offizier eingeleitet. Dieser habe vorgegeben, „er sei eine Einsatzkraft und habe Befehlsgewalt, und das geht nicht“, zitiert das Blatt den Präsidenten des Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter ist. Ihm zufolge sei der Ex-Oberst und sein Umfeld der sogenannten Reichsbürger-Szene zuzurechnen. Diese zweifelt die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland an. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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