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Menschliche Knochen im Wald – erste Hinweise zu Cold Case bei „Aktenzeichen XY“

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Von: Benjamin Stroka

Eine Polizeiabsperrung im Wald.
Der Fund von menschlichen Knochen in einem Wald ist Thema der neuen Folge von „Aktenzeichen XY“ (Symbolbild). © Steinach / Imago

Ein Cold Case wird neu aufgerollt. 1994 fanden zwei Jungen menschliche Knochen in einem Wald bei Bonn. Der Fall war bei Aktenzeichen XY, jetzt geht die Polizei Hinweisen nach.

Update vom 16. September, 11:38 Uhr:

Bei „Aktenzeichen XY“ ging es am Mittwochabend auch um einen Cold Case aus der Nähe von Bonn. Dort hatten 1994 zwei Schüler in Ruppichteroth-Beiert in einem Waldstück mit dem Namen „In der Mordkaule“ menschliche Knochen gefunden. Die Polizei vermutete schon damals ein Verbrechen, die Leiche konnte aber bis heute nicht identifiziert werden. Inzwischen gehen die Ermittler neuen Hinweisen nach. „Nach der Ausstrahlung des Beitrages sind bislang 65 Hinweise bei der Bonner Mordkommission eingegangen – zu zehn Hinweisen laufen derzeit noch weitergehende Ermittlungen“, berichtet ein Sprecher der Polizei Bonn am Donnerstag (16. September).

Erstmeldung vom 13. September, 14:49 Uhr:

Jungen finden menschliche Knochen im Wald – mysteriöser Cold Case bei „Aktenzeichen XY“

Ruppichteroth-Beiert/Bonn – Zwei Jungen gehen am Pfingstmontag zum Spielen in den Wald und machen einen grausamen Fund. In einem Waldstück bei Beiert in Ruppichteroth (Rhein-Sieg-Kreis), nordöstlich von Bonn, entdecken sie mehrere Knochen. Die Kinder alarmieren die Polizei und schnell ist klar: Es handelt sich um menschliche Knochen. Vieles deutet auf ein Verbrechen hin, doch der Fall bleibt bis heute ungelöst. Wieder aufgerollt und mit neuen Hinweisen wendet sich die zuständige Kripo aus Bonn nun an die TV-Zuschauer der beliebten Fahndungssendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“.

„Aktenzeichen XY“ am 15. September im ZDF

In der neuen Folge „Aktenzeichen XY“ am 15. September präsentiert Moderator Rudi Cerne ab 20:15 Uhr im ZDF wieder mehrere ungeklärte Kriminalfälle. Einer der Filmfälle ist der mysteriöse und bis heute rätselhafte Knochenfund aus Beiert.

Aktenzeichen XY (ZDF): Mysteriöser Knochenfund im Wald wird zu Mordfall

Es ist der 23. Mai 1994, Pfingstmontag. Zwei Schüler aus Beiert in Ruppichteroth genießen ihren schulfreien Tag und wollen zum Spielen in den Wald gehen. Dort stoßen sie auf mehrere Knochen und informieren die Polizei. Die Ermittler fahren in den Wald und entdecken nicht nur den von den Jungs beschriebenen gruseligen Fund, sondern noch weitere Knochen sowie Kleidungsstücke. Schnell ist klar, dass es sich um menschliche Knochen handeln muss. Als die Polizei Fragmente eines Schädels findet, an denen ein Einschuss durch ein Projektil zu erkennen ist, sind sich die Ermittler sicher: Hier handelt es sich um ein Verbrechen.

Doch die Ermittlungen führen ins Leere. Der Fundort bei Beiert ist sehr abgelegen, die Hoffnung auf Zeugen gering. Auch das mutmaßliche Opfer kann nicht identifiziert werden. Fast 20 Jahre lang ruht der Fall, ehe er 2021 wieder aufgerollt wird. Eine DNA-Untersuchung bringt neue Erkenntnisse. Inzwischen ist klar, dass es sich bei dem Mordopfer um einen Mann handelt, der zwischen 25 und 35 Jahre alt gewesen sein muss. Er war wohl zwischen 1,70 Meter und 1,75 Meter groß und möglicherweise Raucher. Bei seinem Tod trug der Mann eine dunkelbraune Lederjacke und eine schwarze Jogginghose.

Aktenzeichen XY im ZDF: So beschreibt die Polizei das Opfer aus dem Wald

Menschliche Knochen im Wald: Polizei aus Bonn bittet um Hilfe bei Aktenzeichen XY

Der Täter könnte aufgrund des abgelegenen Fundortes einen Bezug zu Beiert oder vielleicht sogar dem Wald haben. Ebenfalls sehr mysteriös: Schon 1993 hatte ein Landwirt eine merkwürdige Begegnung in dem Waldstück. Damals hatte sich ein Autofahrer in einem Geländewagen dort festgefahren und den Landwirt um Hilfe gebeten. Hinten im Auto des Mannes lag eine Ampel. Gibt es einen Bezug zu den mehrere Monate später gefundenen Überresten des Mordopfers? Bei Aktenzeichen XY im ZDF hofft die Polizei auf neue Hinweise in diesem Cold Case. Die Ermittler fragen, ob jemand einen Mann kennt, auf den die Beschreibung des Toten passt und der zwischen Herbst 1992 und Anfang 1994 verschwunden ist.

Der mysteriöse Fall um den Toten im Wald ist aber nicht das einzige Verbrechen aus NRW in der neuen Aktenzeichen-Folge. In weiteren Filmfällen geht es auch um zwei Räuber, die in mehreren Städten Tankstellen überfallen haben und einen Serienbankräuber, der in 23 Jahren insgesamt 14 Mal zugeschlagen haben soll. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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