NRW-Fall im Fernsehen

Nach ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“: Neue Hinweise zu Kerpener HIT-Räuber

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Die Aufnahme einer Überwachungskamera zeigt den HIT-Räuber.
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Ein Raubüberfall auf einen Kerpener HIT-Markt war am Mittwoch Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Bis zum Donnerstag haben die Ermittler circa 100 Hinweise erhalten.

  • Nach der Sendung „Aktenzeichen XY sind 100 Hinweise zum Raub auf einen HIT-Markt in Kerpen eingegangen
  • Der Raubüberfall in Kerpen weist deutliche Parallelen zu vielen anderen Überfällen auf
  • Über den Täter sind bereits viele Informationen bekannt – Polizei hofft auf neue Hinweise

Update vom 10. Dezember: Kommen die Ermittler der Aufklärung des Raubüberfalls auf einen HIT-Markt in Kerpen nun endlich näher? Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, gingen sogar bis zum Donnerstagvormittag noch circa 100 Anrufe ein, die meisten davon kamen aus dem Ruhrgebiet.

In der ZDF-Sendung am Mittwochabend wurde nochmals das Phantombild des Räubers gezeigt. Außerdem stellte sich bei den Ermittlungen heraus, dass der Räuber neben dem HIT-Markt in Kerpen auch mindestens fünf weitere Supermärkte in Nordrhein-Westfalen und im Bundesland Rheinland-Pfalz ausgeraubt haben soll.

Aktenzeichen XY: Kerpener HIT-Räuber Thema in der ZDF-Sendung – ist er ein Serientäter?

Erstmeldung vom 8. Dezember: Kerpen – Es war ein spektakulärer Überfall am 6. April 2019. Ein Mann mittleren Alters betrat gegen 20 Uhr einen HIT-Verbrauchermarkt in Kerpen, bedrohte vor dem Kassenbüro eine Kassiererin mit einer Schusswaffe, drängte sie in den Raum, verlangte eine hohe Summe Bargeld und kam letztendlich mit der Beute davon.

Genau dieser bisher ungeklärte Raubüberfall wird nun am Mittwoch, den 9. Dezember in der beliebten ZDF-Ausstrahlung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ behandelt. Die von Rudi Cerne moderierte Sendung greift regelmäßig ungeklärte Kriminalfälle auf und probiert dabei, neue Indizien für die Ermittler zu finden. Wie die Polizei des Rhein-Erft-Kreis in ihrer Pressemittelung erklärte, hofft man auch in diesem Fall auf hilfreiche Tipps von den Zuschauern.

HIT-Räuber von Kerpen: Ähnliche Überfälle in ganz NRW – Polizei vermutet Zusammenhang

Im Laufe der Ermittlungen stieß die Polizei des Rhein-Erft-Kreis auf sehr auffällige Parallelen des HIT-Überfalls zu anderen Raubdelikten mit einer sehr ähnlichen Vorgehensweise. Diese fanden bis auf eine Ausnahme alle in Nordrhein-Westfalen statt. Konkret: Am 9. Oktober 2016 in Remscheid, am 2. Dezember 2017 in Dortmund, am 31. Oktober 2019 in Duisburg und am 29. Februar 2020 in Bochum. Ein weiterer Überfall ereignete sich am 23. Dezember 2017 in Bendorf/Rhein (Rheinland-Pfalz).

Phantombild des gesuchten Täters.

Aktenzeichen XY: Das weiß man bereits über den HIT-Räuber von Kerpen – Polizei hofft auf weitere Hinweise

Dank der Aufnahmen der Überwachungskameras und der Zeugenaussagen gibt es tatsächlich bereits relative viele Informationen zu dem mutmaßlichen Serienräuber:

  • 40 bis 50 Jahre alt
  • 170 bis 175 Zentimeter groß
  • kräftige Statur
  • rundes Gesicht mit dunklem Teint
  • dunkle Haare und einen Dreitagebart
  • oft mit einer Kappe bekleidet und nie maskiert
  • laut Zeugenangaben waren die Unterarme stark behaart
  • der Täter sprach deutsch mit Akzent

Am Mittwochabend stellt der zuständige Kripo-Ermittler des Rhein-Erft-Kreises nun den HIT-Raubüberfall in Aktenzeichen XY nochmal genauestens vor. Hinweise zu der gesuchten Person können aber natürlich schon vorab bei der Polizei unter 02233 - 52-0 oder im Notfall auch über die 110 telefonisch gemeldet werden. Die ZDF-Sendung konnte in der Vergangenheit bereits bei vielen verschiedenen Kriminalfällen neuen Indizien liefern oder sogar konkret bei der Auflösung dieser helfen, vielleicht ja auch diesmal. (os)

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