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Panne bei „Aktenzeichen XY“: Telefone tot – Zuschauer müssen Dienststellen anrufen

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Von: Stefanie Knupp

Fernsehmoderator Rudi Cerne bei der Sendung „Aktenzeichen XY ...ungeklöst“.
Rudi Cerne moderierte die Telefon-Panne bei „Aktenzeichen XY“ souverän weg (Archivbild). © Annette Riedl/dpa

Erneut sollten Zuschauer von „Aktenzeichen XY“ dabei helfen, ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Doch Moderator Rudi Cerne hatte ein Problem: Die Telefon-Anlage fiel aus.

Köln – Bei „Aktenzeichen XY“ sind am Mittwochabend (17. November) wieder spannende, ungelöste Kriminalfälle im vorgestellt worden. Normalerweise lebt die Sendung von Hinweisen aus der Bevölkerung. Die ZDF-Zuschauer können schon während der Liveshow im Studio anrufen und ihre Beobachtungen mitteilen. Doch in dieser Ausgabe war das wegen einer Telefon-Panne nicht möglich.

„Wir haben im Moment ein Problem mit unserer Telefonanlage hier im Studio“, erklärte Moderator Rudi Cerne, kurz vor der ersten Ergebnis-Abfrage. Die den regelmäßigen Zuschauern bekannte Münchener Telefonnummer funktionierte nicht. „Wir sind darüber im Augenblick telefonisch nicht erreichbar, aber die Kolleginnen und Kollegen der Technik arbeiten mit Hochdruck dran, dass man das im Laufe der Sendung noch beheben kann.“

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Telefon-Panne dauert bis zum Ende an

Cerne rief mögliche Hinweisgeber dazu auf, bei den zuständigen Polizeidienststellen oder einer beliebigen Dienststelle anzurufen. „Wenn die Telefone wieder laufen – im Moment sind sie tot – geben wir ihnen Bescheid.“ Doch der Bescheid kam nicht. Bis zum Ende der Sendung blieb das Telefon-Problem ungelöst. Normalerweise sind die Studio-Telefone vom Sendungsbeginn um 20:15 Uhr bis 1:30 Uhr geschaltet.

Immerhin ließen sich die „Aktenzeichen“-Zuschauer offenbar nicht abschrecken und riefen direkt bei der Polizei an. So konnte LKA-Mann Alfred Hettmer, der traditionell über die Zwischenergebnisse informiert, am Ende der Sendung einige Hinweise präsentieren. Auch bei der Polizei in Siegburg gingen bisher etwa ein Dutzend Hinweise ein. Die Dienststelle war mit dem Fall einer von falschen Paketboten ausgeraubten Seniorin in der Sendung vertreten. Die Hinweise würden jetzt alle ausgewertet, erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): XY-Preis-Träger bei Rudi Cerne zu Gast

Bei „Aktenzeichen XY“ am 17. November begrüßte Rudi Cerne auch die diesjährigen Preisträger des XY Preises. Mit diesem werden Menschen für mutiges Einschreiten in gefährlichen Situationen ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist auch Ahmad Al Sheikh Hussein Kames. Der Mann aus Bonn schritt ein, als ein Angreifer in einem Bus unvermittelt auf einen jungen Mann einstach. In der Sendung war Al Sheikh gemeinsam mit dem damaligen Opfer zu Gast. Die beiden Männer haben bis heute Kontakt und sind mittlerweile Kumpels geworden.

Außerdem wurde auch ein Cold Case aus dem Jahr 1992 behandelt. Dort ging es um das rätselhafte Verschwinden von Lieselotte Lauer*, wie Mannheim24* berichtet. „Lissy“ Lauer verschwand am 1. Juli 1992 in Gunzenhausen in Bayern. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. *Mannheim24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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