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„Aktenzeichen XY“ liefert Hinweise zu rätselhaftem Fall in Bad Laasphe – „werden geprüft“

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Von: Lydia Mayer

Mordopfer Vezir Akpinar aus Bad Laasphe
Wer hat Vezir Akpinar umgebracht? Über „Aktenzeichen XY“ versucht die Polizei Hagen den Mörder zu finden. © Polizei Hagen

Für die Suche nach dem Mörder von Vezir Akpinar aus Bad Laasphe hat die Polizei dank „Aktenzeichen XY“ neue Hinweise bekommen.

Hagen – Unter dem Titel „Wer hat Vezir Akpinar im Schlaf erschlagen?“ hat die Polizei beiAktenzeichen XYum Mithilfe bei der Aufklärung des Verbrechens gebeten. Das 50-jährige Opfer wurde am 23. März 2020 in seiner Wohnung in der Bahnhofstraße 39 in Bad Laasphe (NRW) getötet.

Nach der Ausstrahlung der ZDF-Sendung am 21. April hat die Polizei tatsächlich neue Hinweise bekommen. „Direkt nach der Sendung gab es mehrere Hinweise, die nun abgearbeitet und geprüft werden“, sagt ein Sprecher der Polizei Hagen auf 24RHEIN-Nachfrage. Um wie viele Hinweise es sich genau handelt, darüber machte der Sprecher unter Verweis auf ermittlungstaktische Gründe keine Angabe.

Nicht nur die Beamten in Hagen hoffen dank der Sendung „Aktenzeichen XY“ vom 21. April ein Verbrechen aufklären zu können. Auch ein Fall aus Hamm wurde vorgestellt. Hier sucht die Polizei einen Serienräuber, der in Hamm Geschäfte und Tankstellen überfallen hat und durch ein besonderes Accessoire aufgefallen ist.

50-Jähriger Türke in Bad Laasphe ermordet: Zeuge sieht einen silberfarbenen Kombi vorm Haus

Am Abend vor der Tat arbeitet das spätere Opfer mit einem Verwandten an dem renovierungsbedürftigen Haus. Gegen 20 Uhr verabschiedet sich der Verwandte von Vezir Akpinar. Was dann passiert, ist unklar.

Fest steht jedoch, dass der 50-Jährige stark betrunken ist, als er ins Bett geht. Ob er noch einmal unterwegs war oder wie der Täter ins Haus gelangte, versucht die Polizei nun mithilfe der „Aktenzeichen XY ungelöst“-Zuschauer herauszufinden. Ein Zeuge sieht jedoch zwischen 1 und 2 Uhr einen silberfarbenen Kombi vor dem Haus und einen Mann, der etwas in den Kofferraum lädt.

Zwei Tage nach der Tag, am 25. März 2020, kehrt der Täter offenbar zurück und setzt das Dachgeschoss in Brand, um womöglich Spuren zu vernichten. Da das Feuer von Anwohner schnell bemerkt und sofort die Feuerwehr gerufen wird, misslingt das. Bei den Löscharbeiten entdeckt die Feuerwehr den toten Mann.

Mord in Bad Laasphe: War der Mörder auf Geld aus?

Wenige Tage vor der Tat hob Venzir Akpinar insgesamt 14.000 Euro für die Renovierung einer Heizung ab. Im Rahmen der Spurensicherung ist das Geld nicht mehr zu finden. Ebenfalls fehlen ein Huawei-Handy und die Geldbörse des Opfers.

Ein Fall, der noch nicht bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt wurde und die Polizei seit Jahren beschäftigt, ist der Mord an Birgit Ameis aus Lohmar. 2015 verschwand die Frau, die am Flughafen Hahn gearbeitet hat. Im November 2020 wurden ihre sterblichen Überreste in einem Wald gefunden. Die Polizei Koblenz hofft, das Verbrechen endlich aufklären zu können. Und schließt zumindest nicht aus, sich dafür auch an „Aktenzeichen XY“ zu wenden.

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