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„Aktenzeichen XY“ am 12. Mai: Wird ein Cold Case nach 38 Jahren gelöst?

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Von: Oliver Schmitz

Rudi Cerne, Moderator von Aktenzeichen XY im ZDF, spricht bei einer Preisverleihung.
Bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF präsentiert Moderator Rudi Cerne am Mittwoch auch Fälle aus Nordrhein-Westfalen. © Britta Pedersen/dpa

Die nächste Folge der beliebten ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ wird am 12. Mai ausgestrahlt. Im Fokus steht diesmal ein echter Cold Case.

Köln – Am 12. Mai ist es wieder soweit: Das ZDF strahlt eine neue Folge der beliebten Krimi-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ aus. Ab 20:15 Uhr berichtet Moderator Rudi Cerne gemeinsam mit der Polizei über ungeklärte Fälle. Von den Zuschauern erhofft man sich nützliche Hinweise.

Längeca. 90 Minuten
Jahreseit 1967
Ausstrahlungsturnuszwölfmal jährlich (mittwochs, 20:15 Uhr)
SenderZDF
ModeratorRudi Cerne

„Aktenzeichen XY“ vom 12. Mai 2021: 38-jähriger Mordfall im Fokus

In der neuesten Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ wird es drei klassische Filmfälle geben. Dabei soll vor allem ein rätselhafter Mord von vor 38 Jahren im Fokus stehen. Bei dem „Cold-Case“ hatte der 33-jährige Herbert Kahrs 30.000 DM vom Familienkonto abgehoben und war dann am 10. September 1983 spurlos verschwunden. Wofür er das Geld verwendet hatte und ob er in Schwierigkeiten steckte, ist unklar.

Herbert Kahrs war Filialleiter eines Discounters in Hamburg-Stellingen und lebte mit seiner Familie in Twielenfleth im Landkreis Stade. Zuletzt gesehen wurde er bei einer Tankstelle im Nachbarort Hollern. Zwei Monate später wurde dann seine Leiche am Rande eines Naherholungsgebiets in einem verschlossenen Gully auf einem Feld gefunden. Er wurde mit einer roten Wäscheleine gefesselt und mit einem Kopfschuss getötet. Es fehlten Personalausweis, Geldtasche und der Tresorschlüssel des Discounters.

Die Täter hatten seinen Wagen anschließend wohl noch weiter benutzt, da das Auto mehrmals in Hamburg gesichtet wurde. Am 31. Januar 1984 wurde der Wagen schließlich aus dem Hafenbecken in Hamburg-Neumühlen gezogen.

„Aktenzeichen XY“ vom 12. Mai 2021: Serienbetrüger aus Baden-Württemberg lässt Kripo rätselnd zurück

In einem weiteren Fall war ein Serienbetrüger am Werk. Der Täter zeigte am 7. Juli 2020 in einer Karlsruher Bankfiliale einen gefälschten Ausweis vor, kannte die Kontonummer auswendig und verließ die Bank mit 80.000 Euro Bargeld. Der betroffene Geschäftsmann merkte den Raub am nächsten Tag und schaltete die Polizei ein.

Bei den Ermittlungen wurden ähnliche Fälle z.B. in Karlsruhe, Ludwigsburg, Freiburg und Düren aber auch in Berlin entdeckt. Dabei ging der Täter immer gleich vor. Insgesamt hatte er dadurch ca. eine halbe Million Euro ergaunert. Der Betrüger scheint sich zusätzlich noch im Darknet gut auszukennen. Einem Teil des Internets, in dem er seine Identität gut verbergen konnte. Die Kripo Karlsruhe hat dabei noch weitere Betrüger im Blick – es gab sogar bereits Festnahmen. Bei „Aktenzeichen XY“ zeigt die Polizei Kameraaufnahmen um die Identität des Täters herauszufinden.

„Aktenzeichen XY“ vom 12. Mai 2021: Polizei-Betrüger erbeuten 400.000 Euro von Frau in Euskirchen

Beim dritten Vorfall aus Euskirchen hatte sich angeblich die Polizei bei einer älteren Dame gemeldet. Bei dem Anruf handelte es sich aber um zwei Telefon-Betrüger, die insgesamt 400.000 Euro von der Frau erbeuten konnten.

Dabei gingen die Männer geschickt vor: Sie simulierten im Hintergrund Polizeifunk und auf dem Telefondisplay war die richtige Nummer der Euskirchener Polizei zu sehen. Das ganze ging über mehrere Wochen, als der Kontakt abbrach, erstattete das Opfer aus Euskirchen Anzeige. Die Polizei zeigt bei „Aktenzeichen XY“ Phantombilder der flüchtigen Betrüger. Wer hilfreiche Hinweise liefert, erhält eine Belohnung von 1000 Euro.

„Aktenzeichen XY“ vom 12. Mai 2021: Jubiläum des XY-Preis – Erste Kandidatin für 2021 wird vorgestellt

Neben den ungeklärten Fällen wird in der nächsten Sendung noch ein Jubiläum gefeiert: Der XY-Preis wird 20 Jahre alt. Anlässlich des runden Geburtstages der Auszeichnung für Zivilcourage werden Szenen aus den Preisfilmen der letzten Jahre gezeigt. Zusätzlich wird auch die erste Kandidatin für die diesjährige Ausgabe vorgestellt. Dabei handelt es sich um Susanne Möhlmann aus Vechta, die einer anderen Frau durch ihr Eingreifen wohl das Leben retten konnte.

„Aktenzeichen XY“ wird in allen kommenden Sendungen weitere Kandidaten für den XY-Preis 2021 vorstellen. Vorschläge können ab sofort von Zuschauern per E-Mail an „XY@zdf.de“ eingereicht werden. Am Ende werden drei Fälle ausgezeichnet. Jeder Preisträger erhält dabei einen Pokal und je ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Die Entscheidung wird dabei von eine Jury gefällt werden.

„Aktenzeichen XY“ am 12. Mai 2021: So sehen Sie die Sendung im TV und im Stream

Die neue Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ läuft am 12. Mai 2021 erstmals ab 20:15 Uhr im ZDF und parallel im ZDF-Livestream. Wer die Sendung verpasst hat: Eine Wiederholung läuft am selben Tag um 23:15 Uhr auf ZDFneo, eine weitere in der Nacht zu Donnerstag um 3:30 Uhr im ZDF. Die komplette Sendung ist mit TV-Ausstrahlung außerdem sieben Tage lang in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Bei der „Aktenzeichen XY“-Ausgabe vom 21. April bekam die Polizei über 30 Hinweise zum Fall eines Serien-Räubers in Hamm. Auch zum rätselhaftem Mord-Fall in Bad Laasphe bekamen die Beamten zahlreiche neue Informationen, die aktuell noch geprüft werden. (os)

Dieser Text wurde am 10. Mai um weitere Informationen zu den Fällen ergänzt.

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