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Feuerwehrmann ertrinkt in Altena – weiterer verstirbt in Werdohl

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Unwetter in Nordrhein-Westfalen
Durch Starkregen kam es in Altena zu einem Erdrutsch. Die Straße wurde gesperrt. © Markus Klümper/dpa

Bei Rettungsarbeiten ist in Altena ein Feuerwehrmann ertrunken, ein weiterer verstarb in Werdohl. Die Lage im Märkischen Kreis ist nach wie vor angespannt.

Update vom 15. Juli, 11:40 Uhr: Weitere schlimme Nachrichten aus dem Sauerland: Ein weiterer Feuerwehrmann starb während eines Einsatzes in Werdohl in der Nähe von Altena. Hier geht die Polizei von einem internistischen Notfall aus. Zudem seien zwei Helfer verletzt worden.

Die am Mittwoch ausgerufene Großeinsatzlage bleibe bestehen, teilte der Kreis am Donnerstagmorgen mit. Besonders schlimm sei es nach wie vor in Altena – die Stadt sei noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. Insgesamt kämpften am Donnerstag im Märkischen Kreis nach Angaben eines Kreis-Sprechers noch etwa 900 Einsatzkräfte gegen die Fluten. Neben Altena war die Lage auch in Nachrodt, Werdohl und Teilen von Lüdenscheid besonders angespannt. (dpa)

Unwetter NRW: Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsarbeiten

Erstmeldung vom 14. Juli, 19:35 Uhr: Altena – Die Stadt Altena im Sauerland (NRW) ist derzeit besonders stark vom Dauerregen betroffen. Einsatzkräfte kämpften unermüdlich gegen Wasser-, Erd- und Geröllmassen. Nun hat der Einsatz der Feuerwehr leider auch ein Todesopfer gefordert. Bei einem Rettungseinsatz gegen den Starkregen kam in Altena ein Feuerwehrmann ums Leben. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwoch.

Starkregen in Altena/NRW: Feuerwehrmann kommt bei Rettungsarbeiten ums Leben

Der junge Feuerwehrmann war demnach in einem überfluteten Ortsteil im Einsatz. „Der Stadtteil Nette war seit den Mittagsstunden im Fokus der Feuerwehr. Da drückt das Wasser von allen Seiten“, so der Sprecher. Inzwischen sind weitere Einzelheiten zu dem tragischen Vorfall bekannt. Demnach hatten die bisherigen Ermittlungen ergeben, dass in dem überfluteten Stadtteil ein Mann ins Wasser geraten war, teilte die Polizei am Abend mit. Den Feuerwehrleuten sei es gelungen, ihn zu retten. Beim Wiedereinstieg ins Einsatzfahrzeug sei der Feuerwehrmann ins Wasser gefallen und abgetrieben worden. Kurze Zeit später habe man ihn nur noch tot bergen können. Den Angaben zufolge habe sich das Unglück gegen 17 Uhr ereignet. 

Feuerwehrmann stirbt bei Rettungsaktion in Altena: „Wir sind zutiefst bestürzt und traurig“

„Wir sind zutiefst bestürzt und traurig. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen, Freunden und Kameraden des Verstorbenen“, teilte die Polizei im Märkischen Kreis am Abend bei Twitter mit. Auch der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse erklärte den Angehörigen und Kollegen sein Mitgefühl: „Es ist tragisch, wenn wir einen der unseren im Einsatz verlieren“, hieß es in einem Tweet.

Stadt Altena (Sauerland)

In Altena haben die Wassermassen bislang große Schäden verursacht. Keller und Straßen waren überflutet. Die über die Ufer tretende Lenne verschärfte die Situation zusätzlich. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, die Stadt sei am Mittwoch „so gut wie nicht erreichbar gewesen.“ Das Wasser des über die Ufer getretenen Flusses laufe bereits in die Innenstadt, hieß es am Nachmittag. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Von den umliegenden Hängen seien an mehreren Stellen größere Wassermengen auf die Stadt herabgestürzt, es sei zu „massiven Abrutschen“ gekommen. Die Feuerwehr wird vor Ort auch von Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz unterstützt. (nb mit dpa/lnw)

Dieser Artikel wurde am 14. Juli aktualisiert. Neuerung: Weitere Informationen zum Unfallhergang wurden eingefügt. Polizei und Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes äußern sich auf Twitter (2. und 3. Absatz)

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