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Antisemitische Vorfälle in NRW: 111 Verdächtige erfasst – Zahl steigt immer weiter

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Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.
NRW-Innenminister Herbert Reul hat sich am Donnerstag erneut zu den Ausschreitungen in NRW geäußert. (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

Innenminister Reul hat neue Zahlen zu den Ermittlungen der antisemitischen Ausschreitung in ganz NRW bekannt gegeben. Insgesamt sei es zu 62 Vorfällen gekommen.

Düsseldorf – Seit der vergangenen Woche haben die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 62 Vorfälle mit antisemitischem oder anti-israelischem Bezug gemeldet. Das berichtete Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in einer Sondersitzung des Innenausschusses des Landtags.

Antisemitische Vorfälle in NRW: 36 Verdächtige bereits identifiziert – Zahlen laut Reul „hochdynamisch“

Insgesamt seien 111 Tatverdächtige erfasst worden. 36 Personen wurden laut Reul namentlich identifiziert. Sie alle sind laut Ministerium arabischstämmig und teilweise in Deutschland geboren, so dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Bei sieben Verdächtigen lagen demnach „staatsschutzrelevante Informationen“ vor. „Das zeigt, der Rechtsstaat kümmert sich“, sagte Reul. Die Zahlen zu den Vorfällen und Tatverdächtigen seien „hochdynamisch“ und erhöhten sich weiter. Der Verfassungsschutz beobachte die Weiterentwicklung der Lage.

Antisemitische und anti-israelische Vorfälle hatte es in der vergangenen Woche in mehreren Städten Deutschlands und auch in NRW gegeben. Neben Vorfällen in Düsseldorf und Solingen, gab es vor allem größere Ausschreitungen in Gelsenkirchen sowie in Münster und Bonn. Bei dem Vorfall vor eine Synagoge in Gelsenkirchen wurden bereits fünf Tatverdächtige identifiziert. Auslöser für die Ausschreitung ist die Eskalation des Konflikts zwischen Palästinensern und Israel. (dpa/lnw)

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