1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Bergkamen: Schadstoff-Warnung in Rünthe aufgehoben – „chemische Reaktion aufgehört“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Benjamin Stroka

Gelblich-roter Rauch steigt aus einem Entsorgungsfahrzeug in Bergkamen auf.
Gelblich-roter Rauch steigt aus einem Entsorgungsfahrzeug in Bergkamen auf. © picture alliance/dpa/Feuerwehr Bergkamen

In Bergkamen wurde in einem Lkw in einem Industriegebiet Schadstoff freigesetzt. Die Warnung wurden nun aufgehoben. Es gibt bislang drei Verletzte.

Bergkamen – Die Stadt Bergkamen im Kreis Unna hat vor einem Schadstoffereignis im Bereich Rünthe gewarnt. Dort gab es einen Zwischenfall mit einem Gefahrguttransporter, wie ein Sprecher des Kreises Unna gegenüber 24RHEIN berichtet. Nun spricht die Feuerwehr eine Entwarnung und hebt die akute Warnung auf.

„Die chemische Reaktion hat aufgehört“, erklärt der Feuerwehrsprecher gegenüber 24RHEIN. Dennoch bleibt ein Fahrzeug der Feuerwehr zur weiteren Kontrolle weiter vor Ort. Ein ausführlicher Einsatzbericht folge. Der Vorfall ereignete sich laut Polizeiangaben in einem Industriegebiet in der Industriestraße in Bergkamen.

Bergkamen: Schadstoff freigesetzt – Bereich evakuiert

Wie ein Feuerwehrsprecher im Gespräch mit 24RHEIN mitteilt, sei aus dem Lkw eines Entsorgungsunternehmens plötzlich Qualm aufgestiegen. „Der Fahrer hat selbst den Notruf gewählt“, so der Sprecher. Unklar ist allerdings, was genau für ein Schadstoff aus dem Lkw austritt. „Das Fahrzeug hat Altöl, Frostschutzmittel und Salpetersäure an Bord. Wir wissen aktuell noch nicht, welche Stoffe genau miteinander reagieren.“ Zuvor hieß es vonseiten des Kreises Unna, dass Salpetersäure ausgetreten sei.

Gegen 17:15 Uhr erklärte der Feuerwehrsprecher, dass inzwischen nur noch wenig Rauch aus dem Lkw aufsteigt. „Die Reaktion geht zurück.“ Anscheinend erledigt sich die Schadstofffreisetzung gerade von alleine. Bislang wurden drei Messungen der Luft durchgeführt, Ergebnisse habe man aber noch nicht bekommen.

Gegen 18:50 Uhr heißt es seitens der Feuerwehr: „Wir können Ihnen mitteilen, dass die Warnung aufgehoben wurde.“ Denn die chemische Reaktion habe nun aufgehört, bestätigt die Feuerwehr auf 24RHEIN-Anfrage. Zur weiteren Beobachtung bleibe ein Einsatzfahrzeug vor Ort. „Wir werden die Situation in der Nacht weiter beobachten“, so der Sprecher. Sollte sich die Lage weiter beruhigen, werde der Lkw an das Entsorgungsunternehmen übergeben.

Ergebnisse zu den Messungen liegen derzeit noch nicht vor. Ein ausführlicher Bericht folgt, so die Feuerwehr Bergkamen.

Bergkamen: Schadstoff freigesetzt – bislang drei Verletzte

Der Bereich wurde in einem Umkreis von 500 Metern evakuiert. Davon sind mehrere Firmen betroffen. Es seien auch Dekon- und ABC-Einheiten im Einsatz, so der Feuerwehrsprecher. Aus der Luft untersucht eine Drohne der Feuerwehr Hamm die Rauchgase. Das soll neue Erkenntnisse bringen. „Es hat sich eine orange-gelbe Wolke gebildet, die Richtung Osten (Hamm) zieht“, hieß es zwischenzeitlich vonseiten der Stadt Bergkamen. Inzwischen hat sich die Wolke in der Luft größtenteils verflüchtigt, auch wenn immer noch etwas Qualm aus dem Lkw aussteigt.

„Die Bevölkerung ist nicht gefährdet. Es werden aber weiterhin Messungen durchgeführt“, so ein Polizeisprecher. Es gibt bislang drei Verletzte, wie Feuerwehr und Polizei gegenüber 24RHEIN bestätigen. Zudem ist die Industriestraße derzeit gesperrt. Der Bereich um das Industriegebiet solle „weiträumig umfahren“ werden. In der Nähe befindet sich auch ein Poco-Möbelhaus.

Bergkamen: Schadstoff freigesetzt – „schließen Sie Fenster und Türen“

In einer Meldung des Kreises Unna wurde weiter vor möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen gewarnt. „Wenn Sie sich im betroffenen Bereich befinden, begeben Sie sich sofort in geschlossenen Räume. Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie die Lüftungs- und Klimaanlagen ab“, heißt es dort. Auch die Warn-App „NINA“ hat bereits ausgelöst.

Verschärft wird die Lage für die Feuerwehr aktuell noch durch einen schweren Unfall auf der A1 zwischen Kamen und dem Kamener Kreuz. Trotz des Schadstoffeinsatzes in Bergkamen mussten jetzt auch Einsatzkräfte zum Unfall auf der Autobahn. (bs/jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Auch interessant