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Armin Laschet verteidigt Astrazeneca-Impfstopp und Jens Spahn: „Er hat den schwersten Job überhaupt“

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Armin Laschet im Interview
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verteidigte Gesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild). © Thomas Imo/imago images

NRW-Ministerpräsident hat sich in einer Fernsehsendung vor Jens Spahn gestellt und den Stopp der Astrazeneca-Impfungen verteidigt.

Köln – CDU-Chef Armin Laschet hat den vorsorglichen Stopp von Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca verteidigt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe keine andere Möglichkeit gehabt, als den Empfehlungen des Paul-Ehrlich-Instituts zu folgen, sagte Laschet am Mittwochabend in der ARD-Sendung „maischberger. die woche“.

Das für die Impfstoff-Sicherheit zuständige Institut hatte wegen möglicher Gesundheitsrisiken dazu geraten, Impfungen mit dem Astrazeneca-Stoff auszusetzen. „Da kann Politik gar nicht anders, als der Wissenschaft folgen“, sagte Laschet. Der NRW-Ministerpräsident stellte sich vor den kritisierten Gesundheitsminister. Spahn habe „den schwersten Job überhaupt“.

Impfstopp: Deutschland impft bis zur Entscheidung mit Biontech und Moderna

Der Gebrauch des Astrazeneca-Impfstoffs war in Deutschland und weiteren Ländern nach vereinzelten Thrombosefällen nach Impfungen ausgesetzt worden. Deutschland impft bis zu einer EMA-Entscheidung nur die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna. In Köln mussten 117 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs weggeworfen werden.

Armin Laschet fordert einheitliches europäisches Vorgehen

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will an diesem Donnerstag entscheiden, ob der Impfstoff von Astrazeneca weiter verwendet werden soll. Alle EU-Mitgliedsstaaten sollten dann ähnlich reagieren, forderte Laschet. Bei den Impfungen müsse es „eine einheitliche europäische Sprache“ geben. Bisher sei der Umgang mit den Problemen bei dem Impfstoff in der EU „in jeder Hinsicht schief gelaufen“.

In NRW gibt es derzeit auch wieder Diskussionen um die Öffnung der Schulen. Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal hat das Festhalten des Landes an der Rückkehr aller Jahrgänge an die Schulen als zu riskant kritisiert.(dpa)

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