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Kind (8) wurde ihr ganzes Leben eingesperrt – Zeugenvernehmungen dauern an

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Von: Sofia Popovidi

Ein Mädchen soll in Attendorn im Haus ihrer Großeltern ihr ganzes Leben eingesperrt worden sein. Das Motiv ist bislang unklar – Zeugenvernehmungen dauern an.

Attendorn – Ein achtjähriges Kind aus Attendorn durfte ihr ganzes Leben lang das Haus, in dem sie aufwuchs, nicht verlassen. Das war am Samstag, 5. November 2022, bekannt geworden. Laut Polizei soll das Mädchen von ihrer Mutter und ihren Großeltern dort festgehalten worden sein. Nach richterlichem Beschluss sind Polizei und Jugendamt laut Staatsanwaltschaft im September zu dem besagten Haus in Attendorn gefahren. Hinweise auf eine Misshandlung soll es nicht geben. Laut Oberstaatsanwalt Baron von Grotthuss laufen weiterhin Zeugenvernehmungen – das Umfeld wird befragt.

Attendorn: Achtjährige wurde jahrelang im Haus eingesperrt – Motiv noch unklar

Das Kind wurde nach der mutmaßlichen Gefangenschaft in eine Pflegefamilie gebracht. „Die Eltern können ja nicht mehr für das Kind entscheiden, zumindest die Mutter jetzt nicht“, erklärt von Grotthuss gegenüber der dpa. Der Vater lebe getrennt von der Familie. Der Hintergrund sei weiterhin vollkommen unklar. Die Frage, „warum das Ganze“ passiert sei, sei für die Staatsanwaltschaft sehr wichtig. Mutter und Großeltern schweigen bislang zu den Vorwürfen. Ihnen wird Freiheitsberaubung und Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen. Der nächste Schritt wäre eine Begutachtung des Kindes. (spo mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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