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Discounter spendet an Tafel – unter den Bananen liegen 14 Kilo Kokain

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In einem gespendeten Bananenkarton wurden 14 Kilo Kokain entdeckt.
In einem gespendeten Bananenkarton wurden 14 Kilo Kokain entdeckt. © Polizei Hagen

In einer Bananenkiste in Attendorn wurde Kokain im Wert von 500.000 Euro gefunden. Das Paket war eine Spende an eine Hilfsorganisation.

Attendorn - Da wurde offenbar ein Paket an den falschen Empfänger geschickt: Mitarbeiter der Tafel in Attendorn im Kreis Olpe (NRW) haben am Dienstagvormittag (20. Dezember) mehrere Pakete Kokain in einer Bananenkiste entdeckt. Das Paket war eine Spende von einer Supermarktkette. Nach Informationen von wa.de handelt es sich um einen Aldi-Markt.

Drogen „gespendet“: 14 Kilo Kokain in Bananenkiste entdeckt

Wie die Polizei mitteilt, lagen die Päckchen mit dem weißen Pulver unter einer Schicht Bananen. Laut Mathea Dieker, Sprecherin des Evangelischen Kirchenkreises, hielten die Mitarbeiter der Tafel die Päckchen zunächst für Akkus. Ein Helfer stach dann vorsichtig mit einem Messer hinein. Als dann das weiße Pulver austrat, informierten die Helfer unmittelbar die Polizei. Die Beamten untersuchten und testeten das Pulver. Das Ergebnis: Insgesamt enthielt der Obstkarton rund 14 Kilogramm Kokain in einem Marktwert von etwa 500.000 Euro. Die Polizei stellte die „Drogenspende“ sicher.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Dienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität der Polizei Hagen übernommen. Es wird vermutet, dass das Bananen-Paket mit den versteckten Drogen unbeabsichtigt die Hilfsorganisation erreichte. Den Mitarbeitern des Supermarkts war die brisante Ladung offenbar auch nicht aufgefallen.

Kokain in Bananenkiste entdeckt: Pfarrer äußert sich zu brisantem Fund

„Es gibt ja viele Kuriositäten, aber ein bisschen erstaunt ist man schon“, sagt Pfarrer Andreas Schliebener im Gespräch mit wa.de, wenn er an den Fund denkt, den die Tafel-Mitarbeiter gemacht haben. „Immerhin ist es so in guten Händen – nämlich bei der Justiz – gelandet und nicht bei Menschen, die davon gesundheitlich beeinträchtigt werden.“

Auch im Hauptbahnhof Dortmund gab es kürzlich einen Vorfall mit Drogen: Ein 27-Jähriger aus Hamm versuchte, vor der Bundespolizei zu flüchten. Der Grund: Er hatte mehrere Tütchen Marihuana dabei.

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