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Autoposer in NRW: Groß angelegte Kontrollen zum „Carfreitag“ – Polizei zieht Bilanz

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Polizisten überprüfen während einer Polizeikontrolle die Papiere eines Sportwagen-Fahrers in Dortmund.

Polizisten überprüfen während einer Polizeikontrolle die Papiere eines Sportwagen-Fahrers in Dortmund. © Bernd Thissen/dpa

In mehreren Städten in NRW hat die Polizei am Karfreitag verstärkt Kontrollen in der Autoposer-Szene durchgeführt. Unter anderem sind Düsseldorf, Dortmund und Duisburg betroffen.

Update vom 3. April, 12:50 Uhr: Inzwischen haben weitere Polizeistellen in NRW Bilanz zu den Kontrollen der Raser- und Tuningszene am sogenannten „Carfreitag“ gezogen. In Düsseldorf wurden 157 Fahrzeuge von den Einsatzkräften kontrolliert. Es wurden sechs Anzeigen, unter anderem wegen Urkundenfälschung und Steuervergehen gestellt. „Hinzu kamen 30 Ordnungswidrigkeitenanzeigen die technische Mängel und das Erlöschen der Betriebserlaubnis betrafen“, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit. 17 Fahrzeuge wurden sichergestellt. In Bonn wurden 48 Fahrzeuge unter die Lupe genommen. In sieben Fällen sorgten unerlaubte technische Veränderungen für ein Erlöschen der Betriebserlaubnis. Zudem wurden fünf Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und fünf Verwarngelder verhängt.

Auch die Polizei im Kreis Recklinghausen führte Kontrollen an Szenetreffpunkten durch, unter anderem in Herten, Dorsten und Bottrop. Demnach wurden 217 Fahrzeuge und 325 Personen überprüft. Gegen drei Menschen seien Strafanzeigen gestellt worden, 73 Fahrer müssen Verwarngelder wegen zu hoher Geschwindigkeiten zahlen. Wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis stellte die Polizei vier Fahrzeuge sicher, zwei weitere wurden nach einem illegalen Rennen in Dorsten beschlagnahmt. Die Führerscheine der beiden beteiligten Fahrer im Alter von 20 und 21 Jahren seien ebenfalls sichergestellt worden, teilte die Polizei mit.

In Duisburg stoppte die Polizei 108 Raser. Bei Kontrollen in Bielefeld wurden laut Polizeiangaben in der Stadt 164 Geschwindigkeitsverstöße gemessen und weitere 314 Verstöße auf den Autobahnen. In der Innenstadt kam es durch „Poser“ mit PS-starken Autos zu Ruhestörungen. Der Polizei fielen außerdem mehrere technisch veränderte Wagen auf, von denen drei sichergestellt wurden. (bs mit dpa/lnw)

Autoposer in NRW: Polizei mit groß angelegten Kontrollen zum „Carfreitag“ – erste Bilanz aus Dortmund

Update vom 3. April, 10:35 Uhr: Bei verstärkten Verkehrskontrollen in Dortmund sind zahlreiche Autofahrer wegen Geschwindigkeitsverstößen angehalten worden. Am Freitagabend – dem sogenannten Carfreitag – gab es einen Sondereinsatz der Polizei zur Überwachung der Tuner- und Raserszene. Dabei wurden laut Polizeiangaben am frühen Abend 143 Fahrzeuge überprüft und bis tief in die Nacht hinein weitere 244 Fahrzeuge gestoppt. Die Beamten sprachen rund 206 Platzverweise aus. Drei Fahrzeuge wurden dabei sichergestellt. Insgesamt wurden während des Einsatzes 147 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und 70 Verwarngelder erhoben.

Schon in der Nacht vom Donnerstag auf den Karfreitag war es in Dortmund zu Ansammlungen der Tuningszene gekommen. Die Polizei zählte dabei bis zu 400 Fahrzeuge auf dem Wall, kontrollierte 150 Autos und sprach 135 Platzverweise aus. (bs/dpa/lnw)

Autoposer in NRW: Polizei mit groß angelegten Kontrollen am „Carfreitag“

Erstmeldung vom 2. April, 17:09 Uhr: Düsseldorf – Mit verstärktem Polizeieinsatz haben sich vor allem die Städte Düsseldorf, Köln, Dortmund und Paderborn gegen Autotuner in Stellung gebracht. Am Karfreitag, den die Tuner- und Poser-Szene seit Jahren zu einem „Carfreitag“ umgewidmet hat, gab es an den einschlägigen Treffpunkten in den Innenstädten massive Kontrollen.

Königsallee in Düsseldorf weiterhin beliebter Hotspot der Autoposer-Szene

Paderborn hatte per Allgemeinverfügung ein Verbot von Treffen im gesamten Stadtgebiet erlassen. Es sollte bis zum frühen Samstagmorgen gelten. Zunächst seien keine Verstöße zu verzeichnen gewesen, teilte ein Polizeisprecher am Freitagnachmittag mit. Die Treffen seien auch verboten, um in der Corona-Pandemie Schaulustige fernzuhalten, hieß es.

In Düsseldorf überprüften Polizisten zahlreiche Fahrzeuge und filzten sie in Bezug auf unerlaubte Umbauten von Motoren und Karosserien. Auch die Fahrerlaubnis vieler Fahrer wurde auf ihre Gültigkeit hin kontrolliert. Hier war eine der Hauptkontrollstellen das nördliche Ende der Einkaufsstraße „Königsallee“, die viele Fahrer auf- und abfahren, um sich zu zeigen. Der zweite Hotspot, das Rheinufer, wurde vorübergehend für Autos gesperrt. Ergebnisse der Maßnahmen wurden für Samstag angekündigt.

Polizei NRW: Autoposer sorgen auch in Köln und Dortmund für verstärkte Kontrollen

Auch in Köln und Dortmund waren die Beamten verstärkt worden. In Dortmund kämpft die Polizei ohnehin an den Wochenenden gegen Raser, Tuner und Poser, die immer wieder durch Lärm und Radau auffallen und Anwohner stören. Dort sind die szenetypischen Treffpunkte die Ringstraße „Wall“ sowie der Phoenixsee. Teile der Szene, die früher in Paderborn aktiv waren, haben sich den Angaben zufolge inzwischen nach Dortmund verlagert. (bs/dpa/lnw)

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