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Baden in der Ruhr: Bochum ermöglicht die Chance auf Abkühlung

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Von: Tobias Schneider

Nach und nach öffnen die Freibäder in NRW. Eine Stadt will das Baden in der Ruhr möglich machen.

Bochum – Die ersten Ausläufer des Sommers sind bereits Anfang Mai zu spüren. Sonnig und warm wird es am Montag (9. Mai) in NRW – Temperaturen bis zu 26 Grad machen Lust auf die bevorstehende warme Jahreszeit. Wer sich künftig bei derartigen Temperaturen abkühlen möchte, kann nach Bochum kommen. Die Stadt richtet eine Badestelle direkt an der Ruhr ein.

BundeslandNRW
RegionRuhrgebiet
ThemaBaden in der Ruhr

Badestelle direkt an der Ruhr: Stadt Bochum will Ufer für Schwimmer freigeben

Menschen sitzen am Ufer der Ruhr in bei Essen-Überruhr und baden im Fluss.
Schwimmen, Baden und Abkühlen: Bochum richtet eine Badestelle direkt an der Ruhr ein. (Symbolbild) © Jochen Tack/Imago

Baden in der Ruhr? Bochum will es möglich machen. In den Ruhrwiesen in Bochum-Dahlhausen soll eine Badestelle entstehen. Diese erstreckt sich über eine Uferlänge von rund 200 Metern und reicht etwa 20 Meter in den Fluss hinein. Durch Bojen auf der Wasserfläche wird der Bereich sowohl für Badende als auch für Wassersportler deutlich sichtbar gemacht, so die Stadt Bochum.

Einzelheiten will die Ruhrgebietsstadt in den kommenden Tagen bekanntgeben. Die Vorbereitungen laufen allerdings bereits. Was bereits bekannt ist: Eine Badeampel soll über den aktuellen Badestatus informieren. Eine große Liegewiese in Ufernähe soll zudem zum Verweilen und Picknicken einladen.

Wer jetzt denkt: Die Badestelle in Dahlhausen war doch schon einmal im Gespräch, der liegt genau richtig. Vor zwei Jahren hatte die Stadt Bochum bereits das Projekt ins Auge gefasst.

Badestelle in Bochum-Dahlhausen: Schwimmen in der Ruhr war schon einmal Thema 2020

Vor zwei Jahren regte die Stadt an, eine Badestelle an der Ruhr für das Jahr 2021 einzurichten. Doch das ging schief. Der Grund: die Corona-Pandemie. Man habe an der vorgesehenen Badestelle keinen Hotspot einrichtigen wollen, berichtet die WAZ.

In diesem Jahr soll es aber klappen. Dabei war das Baden in der Ruhr bis in das Jahr 2017 verboten. Zwar sei die Wasserqualität heute gut und der Fluss gehört zu den saubersten Industrieflüssen überhaupt, es kann bei starkem Regen aber nicht ganz ausgeschlossen werden, dass Abwässer ungereinigt in den Fluss gelangen und dadurch bestimmte Grenzwerte überschritten werden.

Baden in der Ruhr: Hier ist Schwimmen und Planschen im Ruhrgebiet möglich

Eine erste Badestelle im Fluss des Ruhrgebiets hat bereits seit fünf Jahren geöffnet: am Baldeneysee, berichtet RUHR24. Möglich macht dies ein eigens zu diesem Zweck entwickeltes Frühwarnsystem, das dafür sorgt, dass bei Überschreiten einer bestimmten Niederschlagsmenge an ausgewählten Messpunkten ein vorsorgliches Badeverbot in Kraft tritt, schreibt der Ruhrverband.

In Bochum-Dahlhausen soll nun eine weitere Badestelle hinzukommen. Doch auch hier gilt: Das Baden an unbeaufsichtigten Stellen ist nicht ungefährlich. Es kommt immer wieder zu tragischen Badeunfällen.

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