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NRW: Busse statt Züge – diese Vollsperrung könnte bei Bahn-Pendlern für Frust sorgen

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Von: Stefanie Knupp

Ein Regionalexpress fährt bei Langerwehe auf der Bahnstrecke zwischen Düren und Aachen
Hier fährt der Regionalexpress bei Langerwehe zwischen Düren und Aachen – noch. © picture alliance/dpa | Oliver Berg

Die Strecke zwischen Köln und Aachen bis an die belgische Grenze wird weiter ausgebaut. Bahnpendler müssen demnächst wieder Geduld mitbringen. Streckenabschnitte werden gesperrt.

Köln/Aachen – Pendler müssen sich im Februar und März auf Einschränkungen gefasst machen. Auf der Strecke zwischen Köln und Aachen wird gearbeitet, weshalb es zu zwei Vollsperrungen kommen wird, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Im Bereich Aachen-Rothe Erde werden Arbeiten an Gleisanlagen, Oberleitungen sowie der Leit- und Sicherungstechnik durchgeführt. Außerdem errichtet die Bahn auf einer Länge von 1000 Metern Schallschutzwände. Außerdem wird in Aachen ein drittes Gleis um 1700 Meter verlängert, damit Güterzüge besser überholt werden können.

Bahn in NRW: Diese Strecke ist von den Arbeiten betroffen

Die Linie RE1 NRW-Express  fällt in diesem Zeitraum zwischen Aachen Hauptbahnhof und Eschweiler aus. Der RE9, der Aachen mit dem Kölner Hauptbahnhof verbindet, entfällt zwischen Aachen Hauptbahnhof und Langerwehe, der RB20 zwischen Aachen und Stolberg. Am 13. und 14. März fällt der RB20 wegen anderer Bauarbeiten sogar zwischen Aachen und Düren aus. Die Bahn kündigte aber an, dass auf den betroffenen Strecken ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Schnellbussen oder Bussen eingerichtet wird.

Bahn in NRW: Auch internationale Verbindungen sind betroffen

Die internationale Verbindung von Brüssel über Aachen und Köln Hbf nach Frankfurt am Main werden über Grevenbroich mit abweichenden Fahrzeiten umgeleitet. Außerdem müssen einzelne Züge entfallen, teilte die Bahn mit. Bei der Thalys-Verbindung zwischen Köln und Paris fallen nach Bahnangaben teils Züge aus, andere werden umgeleitet. Weitere Sperrpausen seien geplant, erklärte die Bahn.

Der Bereich Aachen-Rothe Erde ist Teil der Ausbaustrecke von Köln über Aachen bis zur deutsch-belgischen Grenze. Schon seit 2019 wird an diesem Ausbau gearbeitet. Den Abschnitt Eschweiler konnte die Bahn bereits in Betrieb nehmen. Hier hat im Juni 2020 ein neues elektronische Stellwerk den Betrieb aufgenommen.

Berufspendler im Rheinland sind Kummer gewöhnt. Nicht nur Bauarbeiten erschweren die täglichen Fahrten zur Arbeit und zurück. Auch Störungen oder das Wetter können Verzögerungen verursachen. Anfang der Woche hatte ein Oberleitungsschaden eine ICE-Strecke komplett lahmgelegt. Momentan gibt es allerdings weniger Geplagte, zumindest was das Pendeln angeht: Während der Corona-Krise verbringen viele Menschen ihren Arbeitstag im Homeoffice. (sk mit dpa)

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