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Jugendliche (14,16) posieren für Insta-Bild mit Maschinengewehr – Polizei „sprachlos“

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Eine junge Frau läuft über einen Feldweg.
Jugendliche liefen mit einem Maschinengewehr durch Bergheim, um Fotos für Instagram zu machen – keine gute Idee. (Symbolfoto) © Bernd Friedel/Imago

Eine Frau hat in Bergheim Jugendliche mit einem Maschinengewehr beobachtet. Die Polizei rückte an und war „sprachlos“: Die Kinder wollten Fotos für Instagram machen.

Bergheim – Was tut man nicht alles für ein paar Likes und Kommentare für ein Instagram-Bild. Um so ein Foto abzustauben, haben sich zwei Nachwuchs-Instagrammer einfach mal ein Spielzeug-Maschinengewehr geschnappt und sind damit durch Bergheim* marschiert. Dass es sich nicht um eine echte Waffe handelte, konnte eine Zeugin nicht ahnen. Sie beobachtete die beiden Jugendlichen – und rief die Polizei. Der Vorfall „machte selbst erfahrene Beamten sprachlos“, heißt es von der Polizei.

Bergheim: Jugendliche (14, 16) posieren mit Maschinengewehr – für Instagram

Ein 14 Jahre alter Junge und ein 16-jähriges Mädchen wollten sich für Instagram „in Szene setzen“, erzählten sie der Polizei. Und dafür waren sie auf der Suche nach dem passenden Ort. Die Waffe sah laut Polizei täuschend echt aus, sie ähnelte einem G36-Schnellfeuergewehr. Das Mädchen trug eine olivgrüne Schutzweste. Es ist nicht verwunderlich, dass Anwohner bei solchen Beobachtungen die Polizei rufen. Erst vor kurzem alarmierte eine Frau die Polizei, da sie in der Südstadt von Köln einen bewaffneten Mann gesehen* haben wollte.

Die Polizei nahm den beiden Handys, Spielzeugwaffe und Weste ab. Oben darauf kassierten die Jugendlichen eine Anzeige wegen des „Verstoßes gegen das Waffengesetz und Belästigung der Allgemeinheit“.

Zeugin beobachtet Instagrammer in Bergheim – und ruft Polizei

Eine Zeugin hatte zuvor die Polizei alarmiert. Die Jugendlichen sollen demnach am Dienstagabend gegen 22:45 Uhr in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis* unterwegs gewesen sein. Der Teenager soll das Mädchen vor sich hergeschoben und ein Maschinengewehr dabei gehabt haben. Das berichtete eine Zeugin der Polizei. Die fand die Jugendlichen daraufhin in der Asperschlagstraße in Bergheim.

Instagram-Foto: Polizei warnt, „um Eskalationen zu vermeiden“

Mit solch „gefährlich anmutenden Gegenständen“ zu posieren, kann zu Polizeieinsätzen führen, „bei denen die Beamten im ersten Ansatz gezwungen wären, ihre Dienstwaffen bereitzuhalten“. Wer also auf der Suche nach Content für Instagram oder TikTok ist, sollte dafür nicht mit gefährlichen Waffen posieren – „um Eskalationen zu vermeiden“, wie es die Polizei ausdrückt. Dann können auch Nachbarn und Anwohner beruhigt schlafen. (mlu) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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