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Bergisch Gladbach: Trotz Absperrungen – Jugendlicher bricht in vereisten Bensberger See

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Bergisch Gladbach.
Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit insgesamt 37 Einsatzkräften vor Ort. © Feuerwehr Bergisch Gladbach

Die Feuerwehr in Bergisch Gladbach rettete in der Nacht zum Sonntag einen 16-Jährigen, der in den vereisten Bensberger See gestürzt war und weist erneut auf Gefahren hin.

Bergisch Gladbach – Trotz eines Absperrbands am Ufer hat ein 16-Jähriger den zugefrorenen Bensberger See in Bergisch Gladbach betreten und ist daraufhin eingebrochen. Einsatzkräfte konnten den unterkühlten Jugendlichen in der Nacht zum Sonntag mit einem Schlauchboot aus seiner misslichen Lage befreien, wie die Feuerwehr mitteilte. Bei ihrem Eintreffen um kurz nach Mitternacht hatte er sich demnach bereits völlig durchnässt ans Ufer einer rund 80 bis 100 Meter entfernten Insel im See retten können.

Feuerwehr Bergisch Gladbach: 16-Jähriger „hat großes Glück gehabt“

Ausgerüstet mit Überlebensanzügen und Eisrettungsschlitten gelangten die Einsatzkräfte zu dem 16-Jährigen. Er kam in ein Krankenhaus. Eine Gruppe Jugendlicher sei dabei gewesen und habe die Feuerwehr alarmiert, sagte ein Sprecher am Sonntag. „Er hat großes Glück gehabt, Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein.“ Die Feuerwehr warnte erneut eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen.

Leichtsinn auf dem Eis: Zuletzt kam es mehrfach zu ähnlichen Vorfällen wie in Bergisch Gladbach

In Düsseldorf war am Donnerstag ein 49 Jahre alter Jogger in einem vom Rhein-Hochwasser überfluteten Gebiet eingebrochen. In einer dramatischen Rettungsaktion war er erst nach einer halben Stunde mithilfe der Wärmebildkamera eines Hubschraubers gerettet worden. Stark unterkühlt kam er in ein Krankenhaus.

In Langenfeld waren zuvor am Mittwochabend zwei 19-Jährige auf einem zugefrorenen See eingebrochen. Sie konnten sich noch selbst ans Ufer retten, wo jedoch einer von ihnen entkräftet liegen blieb. Auch er kam in ein Krankenhaus.

Auch die Feuerwehr in Köln warnt vor Leichtsinn auf zugefrorenen Gewässern. Am Sonntag übten drei Einsatzkräfte die Eisrettung auf dem vereisten Aachener Weiher. (dpa/lnw/bs)

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