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Bergisch Gladbach: Familie entkommt Kohlenmonoxid-Falle im eigenen Haus – So können auch Sie sich schützen

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Von: Benjamin Stroka

Blaulicht auf einem Feuerwehrauto.
Die Feuerwehr machte einen defekten Gasofen als Ursache aus (Symbolfoto). © Friso Gentsch/dpa

Glück im Unglück: Eine Familie aus Bergisch Gladbach überstand einen Kohlenmonoxid-Austritt im eigenen Haus unbeschadet. Verantwortlich war ein defekter Gasofen.

Bergisch Gladbach – Ein defekter Gasofen wäre beinahe zur Todesfalle für eine fünfköpfige Familie in Bergisch Gladbach geworden. Doch das austretende Kohlenmonoxid (CO) wurde durch einen im Haus eingesetzten CO-Melder rechtzeitig entdeckt.

Bergisch Gladbach: Familie übersteht Schrecken ohne Kohlenmonoxid-Vergiftung

Wie die Feuerwehr Bergisch Gladbach mitteilt, erhielt die Einsatzleitstelle am Montagmorgen (11. Januar) um 5.44 Uhr einen Notruf aus einem Einfamilienhaus an der Straße „Im Schlangenhöfchen“ im Stadtteil Frankenforst, östlich von Köln. Dort habe ein CO-Melder im Haus einer fünfköpfigen Familie Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr wies die Bewohner sofort an, das Haus zu verlassen.

Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit mehreren Einsatzfahrzeugen aus. Beim Eintreffen hatte die Familie das Haus bereits verlassen und wurde umgehend untersucht. Dann die Bestätigung: Beim Vater wurde eine erhöhte CO-Sättigung festgestellt. Hinweise auf eine mögliche CO-Vergiftung gab es zur Erleichterung aller Beteiligten jedoch bei keinem der Familienmitglieder.

Feuerwehr Bergisch Gladbach: Defekter Gasofen für hohe CO-Konzentration verantwortlich

Mit Atemschutzmasken erkundete die Feuerwehr daraufhin das Haus und stellte im Wohnzimmer eine deutlich erhöhte CO-Konzentration fest. Wie die Einsatzkräfte bekannt gaben, soll ein defekter Gasofen im Wohnzimmer aller Voraussicht nach verantwortlich gewesen sein. Die Feuerwehr stellte diesen ab und lüftete das komplette Haus, bis die CO-Konzentration ausreichend gesunken war.

Der Vater wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht. Gegen 6.30 Uhr konnten die restlichen Familienmitglieder wieder zurück in ihr Haus. „Die CO-Konzentration im Wohnzimmer war durchaus gefährlich für die Familie. Der CO-Warnmelder hat die Familie aller Voraussicht nach vor gesundheitlichen Schäden bewahrt“, so ein Feuerwehrsprecher aus Bergisch Gladbach.

Hintergrund: Nach Feuerwehreinsatz in Bergisch Gladbach – So gefährlich ist Kohlenmonoxid

Eine Vergiftung durch Kohlenmonoxid führt häufig zum Tod. Das besonders gefährliche an dem Gas: Man kann es weder sehen, riechen, noch schmecken. Wie Experten der Feuerwehr mitteilen, gibt es zudem keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot. Das Gas könne auch mühelos durch Wände oder Fußböden dringen und so in Räumen auftreten, in denen sich keine potenzielle CO-Gefahrenquelle befindet. Das macht Kohlenmonoxid zu einer heimtückischen Gefahr für jeden. „Abhängig von der Konzentration in der Raumluft kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen“, so die Feuerwehr. (bs)

Heimliche Gefahr: Kohlenmonoxid – So können Sie sich schützen

Die Gefahren von Kohlenmonoxid und wie Sie sich schützen können:

Grills oder Heizstrahler sollten niemals im Haus oder in der Garage betrieben werden. Unvollständig verbrannte Holzkohle oder austretendes Gas können zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Wenn Sie im Badezimmer eine Gastherme oder einen gasbetriebenen Durchlauferhitzer benutzen sollten, dann sorgen Sie immer für eine ausreichende Belüftung. Lüftungsschlitze an Türen sollten nicht zugeklebt und vorhandene Lüftungssysteme regelmäßig gereinigt werden.

Nutzen Sie einen Kohlenmonoxid-Warnmelder. Selbst, wenn Sie alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen in Ihrem Haus treffen, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Zudem besteht immer die Möglichkeit, dass die CO-Quelle außerhalb der eigenen Wohnung liegt, das Gas aber dennoch durch Decken und Wände eintritt. Wichtig: Ein Kohlenmonoxid-Warnmelder ist kein Ersatz für einen Rauchmelder.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website http://www.co-macht-ko.de/

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