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Bergisch Gladbach: Mann (20) geht auf Polizisten los – zuvor hatte er schon seine Ex-Freundin attackiert

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Von: Nina Büchs

Gestelltes Bild zum Thema häusliche Gewalt. Schatten sollen symbolisieren, wie ein Kind versucht, sich vor der Gewalt eines Erwachsenen zu schützen.
In Bergisch Gladbach wurden Polizisten zu einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt gerufen (Symbolbild). © Maurizio Gambarini/dpa

In Bergisch Gladbach kam es am Montag, dem 11. Januar, zu häuslicher Gewalt. Nach dem Eintreffen der Polizei ging der 20-jährige Schläger auch auf die Beamten los.

Bergisch Gladbach – Jede dritte Frau in Deutschland ist laut dem Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Zu einem Vorfall von häuslicher Gewalt kam es am Montag, dem 11. Januar, auch in Bergisch Gladbach. Dort schlug ein 20-Jähriger auf seine Ex-Freundin ein.

Bergisch Gladbach: 20-Jähriger schlägt Ex-Freundin und attackiert Polizisten

Nach Angaben der Polizei trafen die Beamten im Rahmen eines Einsatzes wegen häuslicher Gewalt gegen 14:30 Uhr an der Odenthaler Straße in Bergisch Gladbach ein. Daraufhin ging der 20-jährige Beschuldigte, der zuvor seine Ex-Freundin geschlagen haben soll, sofort auf die Polizisten los. Auch nachdem die Einsatzkräfte ihn zu Boden gebracht hatten, schlug der aggressive Mann jedoch weiter wild mit seinen Fäusten um sich. Bei der weiteren Durchsuchung des Mannes fiel auf, dass der Angreifer ein Messer bei sich hatte. Er wurde von den Beamten zur Wache nach Bergisch Gladbach gebracht. Bei dem Vorfall zog er sich leichte Verletzungen davon, daher wurde er anschließend von einem Arzt behandelt.

Häusliche Gewalt in Bergisch Gladbach: Schläger konsumierte zuvor Cannabis

Laut der Polizei gab der Schläger außerdem an, vor der Gewalttat Cannabis konsumiert zu haben. Daher wurde bei dem Beschuldigten eine Blutprobe entnommen. Er blieb zunächst in Gewahrsam und muss sich nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und vorsätzlicher Körperverletzung verantworten. 

Wegen Corona: Mehr Hilferufe wegen häuslicher Gewalt eingegangen

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie kommt es weiterhin zu Gewalttaten gegen Frauen. Dass die derzeitige Situation sogar zu einem Anstieg führen könnte, zeigt unter anderem die Bilanz des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“. Dieses verzeichnet seit Ausbruch der Corona-Krise deutlich mehr Anfragen. Aktuell gibt es jedoch noch keine genaue Statistik, die einen Anstieg der Gewalttaten im Jahr 2020 bestätigt.

Sollte es zu Gewalt kommen, oder wenn Sie eine Gewaltausübung befürchten, verständigen Sie unverzüglich die Polizei über den Polizeinotruf 110. Beratungsangebote, wie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ stehen den Betroffenen unter der Nummer 0800 011 6016 zur Verfügung. Im umgekehrten Fall können sich Männer unter der Nummer 0800 1239900 an das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ wenden. Beide Telefonnummern gelten bundesweit. (nb)

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