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Notbremse gezogen: Mann verschläft Haltestelle und will auf freier Strecke aussteigen

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Von: Hannah Decke

Die Notbremse in einer S-Bahn.
Ein Mann hat im RE1 nach Hamm die Notbremse gezogen. (Symbolbild) © Christoph Soeder/dpa

Das war nicht gut durchdacht: Ein Mann hat im RE1 seinen Ausstieg in Dortmund verschlafen. Er zog die Notbremse - und wollte auf freier Strecke aussteigen.

Bergkamen/Hamm - Am Mittwochabend ist ein 28-Jähriger aus Essen im RE1 von Aachen nach Hamm eingeschlafen. Er wollte eigentlich in Dortmund aussteigen, verschlief allerdings seinen Ausstieg. Als er wach wurde, war der Regionalexpress bereits auf Bergkamener Stadtgebiet.

Nach Angaben der Bundespolizei zog der Mann kurzerhand die Notbremse. Die Bahn kam zum Stehen. Als er dann auch noch die Notentriegelung einer Tür öffnen wollte, griff das Zugpersonal ein. Der RE1 befand sich auf freier Strecke, ein Ausstieg wäre lebensgefährlich gewesen, berichtet wa.de.

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Der Zug setzte seine Fahrt nach Hamm fort. Dort wurde der Mann die Bundespolizei übergeben. „Er rechtfertigte sein Handeln damit, dass er eingeschlafen war und seinen Ausstieg verpasst hatte. Wie er die rund 25 Kilometer von Bergkamen zurück nach Dortmund bewältigen wollte, konnte er nicht näher erläutern“, so die Polizei.

Nach der Einleitung eines Strafverfahrens wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und eingehender Belehrung über die Gefährlichkeit seines Handelns wurde der Mann entlassen.

Am Mittwoch gab es gleich zwei Zugunfälle in NRW. In Lünen im Kreis Unna (NRW) hat ein Regionalzug der Deutschen Bahn einen Pkw zusammengekracht. Gegen Mitternacht krachte dann ein ICE an einem Bahnübergang in Bonn in ein Auto. Der Wagen war auf den Gleisen geparkt worden. Von dem Fahrer fehlt jede Spur.

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