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Angst vor Blackout: Gefängnisse in NRW sollen Ernstfall proben

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Von: Johanna Werning

Die Gefängnisse in NRW sollen ihre Notstrom-Kapazitäten im Fall eines Blackouts weiter ausbauen. Dabei soll auch der Ernstfall simuliert werden.

Düsseldorf – 36 Gefängnisse gibt es in NRW. Und diese sollen ihre Notstromversorgung nun weiter ausbauen – für den möglichen Fall eines „lang anhaltenden und flächendeckenden Blackouts“ weiter ausbauen.

Angst vor Blackout – Gefängnisse sollen Ernstfall simulieren

Wie es in der Antwort des Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag heißt, sollen die Anstalten dafür jeweils den Ernstfall simulieren und die Ergebnisse dokumentieren.

Ein Justizbeamter ist in einem Flur der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne, Hafthaus Ummeln, in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) als Silhouette zu sehen. In einem weiteren Kreis steht „Justizvollzugsanstalt“ auf einem Schild.
Die Gefängnisse in NRW bereiten sich auf einen möglichen Blackout vor (IDZRW-Montage) © Friso Gentsch/dpa & Armin Weigel/dpa

Denn neben festen Notstromaggregaten – die die meisten Anstalten laut Regierung haben – braucht es auch Sprit dafür. Aktuell werde der Ausbau der „vorhandenen Treibstoffspeicher“ unter Berücksichtigung der „Umwelt- und Brandschutzvorgaben“ vorangetrieben, so das Ministerium in dem Papier an den Landtag. Eine Justizvollzugsanstalt verfüge immerhin über ein großes Treibstofflager, das auch als Notfallreserve „für einige andere Anstalten“ genutzt werden könnte.

Gefängnisse bereiten sich auf möglichen Blackout vor – „wird höchste Zeit“

Mit Bezug auf die angesetzten Simulationen sagte die SPD-Abgeordnete Sonja Bongers, der Justizminister sei wohl „auch erst jetzt auf die Idee gekommen, alle Anstaltsleitungen dazu anzuhalten, den Echtbetrieb mit der Ersatzanlage zu erproben. Das wird jetzt aber höchste Zeit.“

In der nächsten Sitzung des Rechtsausschusses im NRW-Landtag erwarte Bongers „eine lückenlose Ergebnispräsentation der durchgeführten Probeläufe“. Bongers ergänzte mit Blick auf mögliche Ausbrüche: „Ich mag mir jedenfalls nicht ausmalen, wenn es später doch einmal heißen sollte: auf freiem Fuß wegen Stromausfall.“ (jw mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln & NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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