1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

NRW: Polizei bereitet sich auf mögliche Blackouts vor – mit Kurbel-Radios und Notstrom

Erstellt:

Von: Sofia Popovidi

Was tun bei einem großen Stromausfall? Mann steht mit Feuerzeug vor dem Sicherungskasten.
Bei einem „Blackout“, würde die Stromversorgung flächendeckend für Tage ausfallen. (Symbolbild) © Michael Bihlmayer/imago

Die Polizei NRW bereitet sich auf einen möglichen Blackout im Winter vor, um auch weiterhin für Sicherheit zu sorgen. Welche Pläne gibt es?

Düsseldorf – Mehrere Städte in NRW stellen sich nach und nach auf mögliche Stromausfälle im Winter ein. Köln hat bereits einen Notfallplan im Falle eines längeren Blackouts erstellt. Auch die Stadt Düsseldorf rät zu einem bestimmten Vorrat, den jeder im Haus haben sollte. Jetzt bereitet sich die Polizei NRW ebenfalls auf ein mögliches Blackout-Szenario im Winter vor. Denn neben steigenden Gas- und Energiekosten wird auch die ausreichende Versorgung immer mehr zum Thema. Das Ziel der Polizei sei, die Arbeit auch im Falle eines großflächigen Stromausfalls fortsetzen zu können, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, teilte das NRW-Innenministerium auf Anfrage der dpa mit.

Blackout in NRW: Polizei NRW entwickelt Maßnahmen

Um die Bevölkerung weiterhin zu schützen und zu informieren, hat die Polizei NRW Maßnahmen entwickelt. So könne sich die Bevölkerung in Zukunft mit batteriebetriebenen oder dynamobetriebenen Kurbel-Radios informieren. Mit einem Blackout-Quiz des Katastrophenschutzes Nordrhein-Westfalen könnten sich die Menschen schon jetzt online auf einen Stromausfall vorbereiten.

Durch Lautsprecher-Durchsagen könnte die Polizei bereits die Bevölkerung informieren. Außerdem hat das Land NRW in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt 25 Feuerwehr-Anhänger mit großen Notstromaggregaten beschafft und flächendeckend im Bundesland stationiert. Dazu sollen noch 75 weitere Notstromaggregate beschafft werden.

Stromausfall in NRW: So bereitet sich die Polizei auf mögliche Blackout vor

Diesen Notfallvorrat sollte jeder zu Hause haben

Als Vorbereitung auf einen Katastrophenfall wie einen Blackout empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz die Anschaffung eines Notfallvorrats.

Blackout in NRW: Netzbetreiber stufen Blackout als unwahrscheinlich ein

Die allgemeine Zuständigkeit für den Katastrophenschutz liege aber bei den Kreisen und kreisfreien Städten. So müsse jede Stadt und jeder Kreis eigene Bedarfspläne und Analysen des Risikos erstellen, teilte das Innenministerium der dpa mit. Experten und Netzbetreiber hatten einen Blackout im Fall einer Überlastung des Stromnetzes durch eine Gasmangellage zuletzt als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt. (spo mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant