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„Großartiges geleistet“ – Das sind die Bochumer Polizisten-Retter

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Die Abiturienten, die zwei Bochumer Polizisten aus einem brennenden Fahrzeug gerettet haben, wurden am 28. Juni 2021 mit einer Medaille ausgzeichnet.
Die zehn Jugendlichen haben für ihren couragierten Einsatz eine Ehrenmedaille von der Polizei erhalten. © Polizei Bochum

Nach dem Unfall zweier Polizisten reagierten mehrere Zeugen blitzschnell und retteten ihnen womöglich das Leben. Dafür erhielten sie nun eine besondere Auszeichnung.

Bochum – Für ihren couragierten Rettungseinsatz bei einem schweren Unfall eines Streifenwagens in Bochum, bei dem zwei Polizisten lebensgefährlich verletzt wurden, haben die Ersthelfer eine besondere Auszeichnung der Polizei erhalten. Mehrere Menschen hatten in der Nacht zum Freitag einen 30 Jahre alten Polizisten und seine 24 Jahre alte Kollegin aus einem bereits brennenden Autowrack gerettet.

Bochum: Acht Abiturienten holen Polizisten aus brennendem Wagen – Für Zivilcourage ausgezeichnet

Am Montagnachmittag bedankte sich der Polizeipräsident Jörg Lukat persönlich und überreichte als Zeichen der Anerkennung eine Ehrenmedaille für herausragende Zivilcourage. Diese werde tatsächlich nur für ganz besonderen Einsatz verliehen, hatte im Vorfeld ein Sprecher der Polizei erläutert. Insgesamt seien zehn Helfer zwischen 18 und 30 Jahren beteiligt gewesen, darunter mehrere Abiturienten auf dem Weg von einer Abi-Feier. Gemeinsam befreiten sie Fahrer und Beifahrerin aus dem Auto und leisteten Erste Hilfe. Zunächst war die Polizei von fünf Helfern ausgegangen.

Bei der Ehrung am Bochumer Polizeipräsidium schilderten die Retter die Erlebnisse aus der Unfallnacht nochmals aus ihrer Perspektive. „Der Kontrast hätte größer nicht sein können. Wir haben an dem Abend unser Abitur gefeiert und waren gut drauf. Und dann kam dieser schreckliche Unfall. Wir sind wirklich vom Schlimmsten ausgegangen“, erklärte einer der Zeugen am Montag und ergänzte: „Deshalb war die Erleichterung am nächsten Tag besonders groß, als wir gehört haben, dass die beiden nicht mehr in Lebensgefahr schweben.“

Der abgebrannte Polizei-Streifenwagen in Bochum-Wattenscheid. Passanten hatten die Polizisten aus dem Fahrzeug gerettet.
Der Streifenwagen der Bochumer Polizisten war nach der Rettung komplett abgebrannt. © Polizei Bochum

Polizeipräsident Lukat betonte bei der Überreichung der Medaillen, dass die jungen Erwachsenen „Großartiges geleistet hätten: „Jede und jeder einzelne hat maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere beiden Kollegen noch am Leben sind. Diese jungen Menschen haben gehandelt – engagiert, couragiert und selbstlos. Die enorme Solidarität in dieser Nacht lässt mich hoffnungsfroh in die Zukunft blicken.“

Bochum: Verunglückte Polizisten auf dem Weg der Besserung

Die Verunglückten befinden sich auf dem Weg der Besserung. „Sie konnten die Intensivstation verlassen“, sagte ein Polizeisprecher. Aus zunächst unbekannter Ursache war der Streifenwagen von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und hatte Feuer gefangen. Das Fahrzeug wurde vollständig zerstört, die beiden Insassen erlitten schwere Verletzungen.

Ein ähnlicher Unfall ereignete sich Ende März in Mülheim an der Ruhr: Zwei Polizisten waren mit ihrem Streifenwagen in einen Brückenpfeiler gekracht. (dpa/lnw)

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Dieser Text wurde am 29. Juni um ein Bild sowie weitere Details zu der Ehrung der Retter ergänzt.

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