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Haus nach Explosion zerstört: Eigentümerin stirbt

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Von: Maximilian Gang, Johanna Werning

Ein Wohnhaus in Bochum ist explodiert und eingestürzt. Die Eigentümerin wurde tot aufgefunden.
Nach der Explosion eines Wohnhauses wurde die Eigentümerin des Hauses tot aus den Trümmern geborgen. © Funke Foto Services/Imago

In Bochum ist am Dienstagabend ein Haus eingestürzt. Zuvor gab es eine Explosion. Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz.

Update vom 12. Januar, 14:31 Uhr: Bei der 61-jährigen toten Frau handelt es sich um die Eigentümerin des explodierten Hauses. Das habe eine Obduktion ergeben, sagte ein Bochumer Polizeisprecher. Zur Ursache der Explosion gibt es aber weiterhin keine neuen Informationen. „Wir gehen aber stark von einem Gasunglück aus“, sagte der Polizeisprecher.

Haus in Bochum völlig zerstört: Suche nach Ursache für Unglück

Update vom 11. Januar, 12:43 Uhr: Die Feuerwehr hat mittlerweile ihren stundenlangen Einsatz beendet. Gefahr für die Nachbarn des Unglücksorts besteht aktuell nicht mehr. Sie konnten bereits in ihre Häuser zurückkehren. Eine Ermittlungsgruppe der Polizei Bochum hat nun mit der Suche nach der Ursache begonnen.

Nach Informationen des WDR handelte es sich bei der verstorbenen Frau um die Mutter beziehungsweise Frau der anderen Bewohner. Den erwachsenen, mutmaßlichen Sohn trafen die Einsatzkräfte bei ihrer Ankunft bereits vor den Trümmern an. Der mutmaßliche Vater sei zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht vor Ort gewesen.

Bestätigen konnte die Polizei die Angaben bisher allerdings nicht: „Die Maßnahmen zur Identifizierung laufen noch“, wie Marco Bischoff, Sprecher der Polizei Bochum, gegenüber wa.de erklärt. Der 35-jährige Mann, der an der Unglücksstelle angetroffen wurde, befinde sich aktuell mit leichten Verletzungen im Krankenhaus und werde dort betreut. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar: „Zu den Ermittlungen werden noch Sachverständige und Gutachter hinzugezogen“, so Bischoff. Mit kurzfristigen Ergebnissen sei nach aktuellem Stand nicht zu rechnen.

Haus in Bochum stürzt nach Explosion ein: Frau aus Trümmern geborgen

Feuerwehr und Rettungskräfte mit Spürhunden stehen vor einem eingestürzten Haus im Bochumer Stadtteil Linden.
Bei einer Explosion in Bochum stürzte ein Haus ein. ©  Markus Gayk/picture alliance/dpa/TNN

Update vom 11. Januar, 10:17 Uhr: Die verstorbene Frau konnte mittlerweile aus den Trümmern des Hauses geborgen werden. Eine Notärztin hatte bereits zuvor nur den Tod der 61-Jährigen feststellen können. „Durch uns wird die Einsatzstelle nun mit Zäunen gesichert“, wie die Bochumer Feuerwehr erklärt. Im Anschluss wird der Unglücksort an die Polizei Bochum übergeben, um die Ursache der Explosion zu ermitteln.

Explosion in Bochum: Gasleck unter der Straße abgedichtet

Update vom 11. Januar, 7:33 Uhr: „Die Stadtwerke haben ein Gasleck, das sich vermutlich unter der Straße befindet, mittlerweile abgedichtet“, wie Feuerwehr-Einsatzleiter Simon Heußen am Mittwochmorgen erklärt. Die Gasleitung sei an vier Stellen „abgeschiebert“ worden. Nun wurde damit begonnen, sich mit einem Bagger in Richtung der verstorbenen Person, die weiterhin unter den Trümmern liegt, vorzuarbeiten. „Das Ganze wird mit Sicherheit noch länger in Anspruch nehmen“, so Heußen.

Haus in Bochum eingestürzt: Frau unter den Trümmern tot aufgefunden

Update vom 11. Januar, 6:08 Uhr: Inzwischen konnte eine Person inmitten der Trümmer lokalisiert werden, eine anwesende Notärztin konnte jedoch nur noch den Tod der Person feststellen. Dabei handelt es sich wohl um die zuvor vermisste 61-jährige Hausbesitzerin, wie ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen erklärt. Genaueres sei jedoch erst klar, wenn die verstorbene Person geborgen und identifiziert werden konnte.

Die Bergung und die Aufräumarbeiten könnten noch bis in den Vormittag dauern. Weitere Personen werden nach Einschätzung der Feuerwehr nicht mehr unter den Trümmern vermutet, wie Feuerwehr-Einsatzleiter Simon Heußen am Mittwochmorgen erklärt. Laut Polizei wohnen noch zwei weitere Personen in dem Haus: Ein 35-jähriger Mann habe sich selbst aus den Trümmern befreien können, und sei leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Bewohner sei zum Zeitpunkt der Explosion nicht vor Ort gewesen.

Insgesamt waren 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Rettungshundestaffel und dem Technischen Hilfswerk (THW) an der Unglücksstelle. Die Polizei hat eine Ermittlungskommission zur Ursachenfindung eingerichtet. Die Ermittlungen dauern aktuell noch an. Aufgrund erhöhter Gas-Messwerte wurden sechs angrenzende Mehrfamillienhäuser geräumt. Aktuell sind zwölf Häuser im Umkreis ohne Gas, wie ein Sprecher der Stadtwerke erklärt.

Bochum: Gebäude stürzt ein – Gas im Einsatzumfeld gemessen

Update vom 11. Januar, 0:35 Uhr: Bereits seit drei Stunden läuft der Großeinsatz in Bochum: Um 21:44 wurde der Feuerwehr ein eingestürztes Mehrfamilienhaus gemeldet. „Das hat sich sehr dramatisch bestätigt“, sagt Einsatzleiter Simon Heußen. Der Einsatzort gleicht einem Trümmerfeld.

Als die Feuerwehr bei dem Einsatz in der Keilstraße in Bochum-Linden eintraf, befand sich eine leichtverletzte Person vor dem Haus. „Eine weitere Person vermuten wir unter den Trümmern des Gebäudes“, sagt Heußen. Aktuell laufen die Sucharbeiten, mehrere Suchhunde sind im Einsatz. Allerdings ist „es aufgrund der immer noch herrschenden Einsturzgefahr für unsere Einsatzkräfte nicht möglich, in das Innere des Gebäudes vorzudrängen.“ Der Einsatz wird wohl die ganze Nacht dauern.

„Was die Ursache der Explosion war, können wir derzeit noch nicht sagen“, so der Einsatzleiter weiter. „Fest steht: Das Gebäude hatte laut Aussage der Stadtwerke keinen Gasanschluss. Nicht desto Trotz wurde hier an der Einsatzstelle Gas gemessen – sowohl in der Kanalisation als auch an angrenzenden Gebäuden, sodass wir derzeit davon ausgehen, dass es zu einer Gasausströmung hier in dem Bereich gekommen sein muss.“

Feuerwehr und Polizei stehen vor einem eingestürzten Haus im Bochumer Stadtteil Linden.
Wie es zu der Explosion kommen konnte, bei der das Haus einstürzte, ist noch unklar ©  Markus Gayk/picture alliance/dpa/TNN

Gebäude in Bochum stürzt ein – mindestens eine Person vermisst

Ausgebaute Erstmeldung vom 10. Januar: Bochum – In Bochum-Linden läuft am Dienstagabend ein Großeinsatz: „Es gab eine Explosion“, so ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage von wa.de. Die Feuerwehr wurde gegen 21:44 Uhr alarmiert, wie wa.de berichtet. Wie genau es zu der Explosion kommen konnte, ist noch unklar. „Die Hintergründe sind noch offen.“ Klar ist: Bei der Explosion in der Keilstraße stürzte das komplette Gebäude ein. Mindestens eine Person wurde verletzt, eine weitere wird noch vermisst, so der Feuerwehrsprecher weiter.

Bochum: Explosion in Haus – „mindestens eine Person wird vermisst“

„Wir sind mit starken Kräften in Bochum Linden in der Keilstraße im Einsatz. Vermutlich durch eine Explosion kam es zum Totaleinsturz eines Gebäudes“, teilt die Feuerwehr Bochum auf Twitter mit. „Aktuell wird mindestens noch eine Person vermisst“, heißt es weiter. „Die Suche nach der vermissten Person wird aktuell durch Rettungshunde von einer Rettungshundestaffel unterstützt.“ Aktuell zähle jede Minute.

Eine weitere verletzte Person wurde schon vom Rettungsdienst versorgt und ist auf dem Weg in ein Krankenhaus. Insgesamt seien drei Personen in dem Haus gemeldet, berichtet Bild.

Explosion in Bochum: Gas im Einsatzumfeld – „Sicherungsmaßnahmen im Umfeld“

Wie die Feuerwehr Bochum auf Twitter mitteilt, wurde im Einsatzumfeld Gas gemessen. „Deshalb kommt es zu Sicherungsmaßnahmen im Umfeld.“ Das betroffene Gebäude hat laut Stadtwerke keinen eigenen Gas-Anschluss. Auch das Technische Hilfswerk ist vor Ort.

Explosion in Bochum: Haus stürzt ein – viele Fragen noch offen

Wie es zu der Explosion kommen konnte, ist am späten Dienstagabend noch nicht bekannt. „Wir sind noch im Aufbau“, so auch die Polizei am Dienstagabend gegen 22:20 Uhr auf Nachfrage von wa.de. „Wir wissen momentan überhaupt noch nicht, was dort passiert ist, wir suchen jetzt erst mal nach möglichen Vermissten“, berichtet ein Polizeisprecher gegenüber Bild. Feststeht: Der Einsatzort gleicht einem echten Trümmerfeld. Der Großeinsatz für die Feuerwehr wird wohl noch einige Stunden dauern.

Weitere Infos folgen. (jw, mit dpa)

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