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Nach Betrugsvorwürfen: Testcenter-Betreiber MediCan aus Bochum ist insolvent

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Ein Schild mit der Aufschrift „Kostenloser Corona-Schnelltest“ steht vor einem Testzentrum.
Corona-Schnelltests gibt es mittlerweile auch auf Baumarkt-Parkplätzen. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Die Testzentren der Firma MediCan aus Bochum sind abgebaut, zwei Verantwortliche festgenommen worden. Ein Insolvenzverfahren ist eingeleitet.

Bochum – Nach der Festnahme von zwei Verantwortlichen des Bochumer Corona-Testzentren-Betreibers MediCan GmbH ist bei der Firma ein Insolvenzverfahren eingeleitet worden. Das geht aus einer Mitteilung des Amtsgerichts Bochum hervor (Az. 80 IN 398/21). Laut WDR hat das Unternehmen keinen Zugriff mehr auf Bankkonten und kann deshalb Angestellte und Lieferanten nicht mehr bezahlen. Die WAZ hatte zuvor über das Insolvenzverfahren berichtet.

Die Konten des Bochumer Unternehmens waren nach der Festnahme der beiden Verantwortlichen im Juni von der Justiz beschlagnahmt worden. Die zahlreichen Testzentren, die MediCan auf Baumarkt-Parkplätzen oder auch auf dem Gelände der Düsseldorfer Uniklinik betrieb, sind abgebaut. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde laut Gericht der Rechtsanwalt Markus Birkmann bestellt. Das Verfahren läuft demnach bereits seit dem 6. Juli.

Bochum: Staatsanwaltschaft wirft MediCan Abrechnungsbetrug vor

​Den MediCan-Verantwortlichen wird laut Staatsanwaltschaft Abrechnungsbetrug vorgeworfen. So sollen unter anderem mehr Corona-Schnelltests abgerechnet worden sein, als tatsächlich stattgefunden haben. 

Aus Sicht mehrerer Städte in NRW zerstört der Verdacht von Betrugsfällen einiger weniger Corona-Teststellen-Betreiber den Ruf der ganzen Branche. (dpa/lnw)

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