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Bochum im Bau-Boom: Stadt lässt so viele Wohnungen bauen wie nie

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Von: Kathrin Ostroga

In der heutigen Zeit ein Grundstück zu finden, ist nicht leicht. In Bochum wird gerade wieder so viel gebaut wie lange nicht mehr.

Bochum – Wer gern ein Haus bauen möchte, steht gerade im Ruhrgebiet häufig vor dem Platzproblem. Viele Flächen sind bereits komplett verbaut – oder nicht dafür vorgesehen. Die Stadt Bochum allerdings verzeichnet gerade einen deutlichen Anstieg der Bauprojekte und unterstützt diese, um die Stadt als Wohnort in NRW attraktiver zu machen. RUHR24 erklärt, was Interessenten wissen sollten.

StadtBochum
ThemaNeue Wohnungen für die breite Masse
IdeeNeuer Wohnraum auf alten Flächen

Stadt Bochum verzeichnet Höchststand an neuen Bauprojekten – 750 neue Wohnungen entstehen

Es ist eine Frage der Zukunft: Wo kann noch Wohnraum erschlossen werden? Die Stadt Bochum findet Platz zwischen Häusern, in einer Lücke, aber auch auf Flächen wie im „Ostpark“ in Altenbochum – unter anderem die Fläche einer ehemaligen Gärtnerei. Laut einer Mitteilung der Stadt Bochum solle ein möglichst breites Angebot helfen, die Stadt als Wohnort attraktiver zu machen. Es gehe aber auch darum, der bestehenden Nachfrage gerecht zu werden.

Bochum hat die Bauprojekte aus der ersten Jahreshälfte 2022 ausgewertet und meldet einen Höchststand. 750 neue Wohnungen sind geplant. Häuser für 550 Wohnungen werden komplett neu gebaut – 200 Wohnungen entstehen durch den Ausbau oder die Umnutzung von Gebäuden (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Stadt Bochum begrüßt die Nutzung von alten Grundstücken für den Wohnungsbau

Laut der Pressemitteilung sei es der Stadt Bochum wichtig, dass viele Wohnungen auf Grundstücken entstünden, die auch schon vorher Bauland waren. Insgesamt 430 Wohnungen werden auf Flächen gebaut, auf denen vorher ein Haus abgerissen wurde oder eine Firma stand. „Die Genehmigungen zeigen, dass sich Bochum hin zu einer kompakten, nutzungsgemischten und nachhaltigen Stadt der kurzen Wege entwickelt“, so Stadtbaurat Dr. Bradtke.

Neue Wohnungen
Die Stadt Bochum hat einen Höchststand für den Bau neuer Wohnungen verzeichnet (Symbolbild). © Rene Traut/Imago

Und tatsächlich sei es laut Experten sehr wichtig, dass in Zukunft möglichst keine neuen Flächen mehr versiegelt werden. Gründe dafür sind Hitze oder Starkregenereignisse. Flächen, die asphaltiert und bebaut sind, heizen sich schneller auf und nehmen kein oder zu wenig Wasser auf. In Zeiten des Klimawandels gilt es deshalb, so wenig neue Flächen wie möglich zu bebauen.

Viele Besitzer der zukünftigen Wohnungen in Bochum profitieren von Förderungen. Das unterstütze den Ansatz, „bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung“ zu schaffen. Ein Projekt ist etwa jenes mit drei Mehrfamilienhäuser an der Rüsingstraße in Bochum-Werne. Dort entstehen insgesamt 55 Wohnungen und eine neue Kita. Die neue Kita soll vier Gruppen zählen. Start für die Kinder soll im August 2024 sein.

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