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Bonn sagt Rosenmontagszug ab – Verschiebung „kommt nicht in Frage“

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Von: Oliver Schmitz

Der Rosenmontagsumzug aus 2014 durch Düsseldorf.
Im Gegensatz zu Bonn und Köln setzt man in Düsseldorf auf eine Verschiebung des Rosenmontagszugs. (Archivbild) © Jan-Philipp Strobel/dpa

2022 wird es in Bonn keinen Rosenmontagszug geben. Die Jecken sagen die Karnevals-Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie ab.

Bonn – Nach Köln folgt nun auch Bonn: Die Karnevalisten der Bundesstadt haben aufgrund der „aktuellen Corona-Situation“ den großen Rosenmontagszug am 28. Februar abgesagt. Eine Verschiebung kommt für den zuständigen Festausschuss Bonner Karneval nicht in Frage, wie man am Donnerstag (6. Januar) mitteilte.

Bereits im Dezember war der Rosenmontagszug in Köln abgesagt worden. Ganz anders in Düsseldorf: Dort wurde die Karnevals-Veranstaltung erneut verschoben.

Karneval in Bonn: Rosenmontagszug wegen Corona abgesagt

Die Jecken in Bonn hatten wohl länger mit sich gerungen, doch nun ist die Entscheidung gefallen. Erneut muss die Karnevals-Session ohne den großen Rosenmontagszug auskommen. „Schweren Herzens und nach reiflicher Überlegung“ habe man sich dazu entschieden, erklärte der Festausschuss Bonner Karneval.

Somit habe man sich „die Entscheidung nicht leicht gemacht“, jedoch lasse die aktuelle Corona-Lage „keine Wahl“. Denn für den Karnevals-Verband stehe die Gesundheit der Zuschauer und der Teilnehmer an oberster Stelle, weshalb man nicht „um jeden Preis feiern“ wolle. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren laut dem Festausschuss die aktuell rasant steigenden Infektionszahlen und die nach wie vor unklaren Informationen über die Omikron-Variante.

Absage Rosenmontagszug Bonn: Deshalb ist man gegen eine Verschiebung

Im Zuge der Absage haben sich die Karnevalisten in Bonn auch klar gegen eine Verschiebung des Rosenmontagszugs positioniert. Egal ob in den Frühling oder Sommer – der Festausschuss lehnt ein anderes Datum für die Karnevals-Veranstaltung klar ab. „Der Karneval ist ein jahrhundertealter Brauch, der seinen festen Platz im Kalender hat. Deswegen hat auch der Rosenmontagszug seinen festen Platz, immer 48 Tage vor dem Ostersonntag“, erklärten die Jecken ihre Entscheidung.

Deshalb sei auch eine Verschiebung aus „kommerziellen Gründen“ und somit „eine Aufweichung des Brauchtum“ keine Option. Dies könnte als Seitenhieb auf die Düsseldorfer Jecken verstanden werden. Dort soll der Zug nun Ende Mai stattfinden. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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