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Knochen im Wald gefunden: Wer kannte Ernst K.? Fall gibt Rätsel auf

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Ein Mann sitzt in einem grauen Pullover auf einer Couch.
Die Polizei Bonn ermittelt in einem Cold Case: Wer hat Ernst K. vor seinem Verschwinden gesehen? © Polizei Bonn

Kinder finden bei Bonn Knochen im Wald, eine Mordkommission ermittelt. Erst Jahre später gibt es Bewegung im Cold Case: Der Tote scheint identifiziert.

Bonn – Es ist ein rästelhafter Fall, oder besser gesagt ein Cold Case, der die Mordkommission Bonn beschäftigt. Schüler hatten im Mai 1994 Knochen in einem Wald in Ruppichteroth-Beiert im Rhein-Sieg-Kreis entdeckt. Mittlerweile ist klar, dass es sich um Knochen eines 27-Jährigen handelt, der im Februar 1990 vermisst gemeldet wurde. Doch es bleiben viele Fragen offen.

Bonn: Kinder finden Knochen – Polizei kann Mann identifizieren

27 Jahre nach dem Fund der Knochen in einem Waldstück bei Ruppichteroth konnte der Verstorbene nun identifiziert werden, wie die Polizei mitteilt: „Es handelt sich um einen seinerzeit im Rhein-Sieg-Kreis ansässigen Mann.“ Der allein lebende Mann wurde am 19. Februar 1990 von seinen Angehörigen bei der Polizei als vermisst gemeldet. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen wurde der Mann zuletzt im Februar 1990 lebend gesehen. Ernst K. lebte zuletzt allein in Siegburg. Er „soll sich nach den bisherigen Ermittlungen auch im Drogenmilieu bewegt haben“, teilt die Polizei mit.

Rätsel um Knochenteile gelöst: Wer kannte Ernst K.?

Doch viele Dinge sind weiterhin unklar. Was ist zwischen Februar 1990 und dem Fund der Knochen im Jahr 1994 passiert? Die Polizei wendet sich jetzt mit einem Foto des Verstorbenen an die Bevölkerung. Das Foto entspreche seinem Aussehen zum Zeitpunkt der Vermisstenanzeige im Februar 1990. Aufgrund der Identifizierung und den ersten Erkenntnissen zur Person wenden sich die Ermittler der Mordkommission an die Öffentlichkeit:

Die Identifizierung war auf die Weiterentwicklung kriminaltechnischer Untersuchungsmöglichkeiten zurückzuführen. So war es möglich, die Knochen einer Person zuzuordnen. Zunächst wurde angenommen, dass es sich um eine weibliche Person handeln müsste.

Bonn: Kinder finden Knochen im Wald – die Ermittlungen

Nachdem Kinder die Knochen gefunden hatten, nahm die Kripo die Ermittlungen auf. „Aus den ersten Untersuchungen des rechtsmedizinischen Institutes der Universität Bonn ergaben sich deutliche Anhaltspunkte auf eine nicht natürliche Todesursache der verstorbenen Person“, teilt die Polizei mit. Die Ermittlungen einer Mordkommission ergaben, dass die Person im Oktober 1992 noch gelebt haben muss. Zudem wurde davon ausgegangen, „dass es sich um die Leiche einer Frau im Alter zwischen 20 und 30 Jahren gehandelt hat“. Doch die Identität konnte nicht geklärt werden. Der Fall wurde als Cold Case Jahre später erneut aufgearbeitet.

Bonn: Cold Case aus dem Jahr 1994 bei „Aktenzeichen XY“

Der rätselhafte Knochenfund war bereits im September in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ zu sehen. Die Ermittler erhielten nach der Ausstrahlung 65 Hinweise. 10 davon lösten „weitergehende Ermittlungen aus“. (mlu) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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