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Bonn: 900 Gramm Cannabis bei Kulturverein gefunden – Spürhund „Pepples“ sei Dank

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900 Gramm Cannabis in zwei Beuteln verpackt in einer Polizei-Asservatenkammer in Bonn
Der große Cannabis-Fund geht auf das Konto des Drogenspürhund. © Polizei Bonn

Die Polizei Bonn hat dank ihres Spürhundes 900 Gramm Cannabis bei einem Kulturverein entdeckt. Womöglich wurde dort ein Drogenhandel betrieben. Zuvor gab es einen Tipp.

Bonn – Dank eines Hinweises hat die Polizei am Donnerstag (16. September) in Bonn einen möglichen Drogenhandel aufgedeckt. Bei der Durchsuchung von Räumen eines Kulturvereins im Stadtteil Castell fand die Polizei fast ein Kilogramm Cannabis. Einen Teil bei den anwesenden Personen und einen Teil versteckt in Plastikbeuteln – vor allem dank Drogenspürhundin „Pepples“.

Möglicher Drogenhandel in Bonn: Polizei findet gut verstecktes Cannabis

Ausgestattet mit einem Durchsuchungsbeschluss war die Polizei mit einem Großaufgebot zu dem Gebäude in Castell gefahren. Neben den Kripo-Beamten waren auch Bereitschaftspolizisten, Beamte der Hundestaffel und sogar Mitarbeiter des Ordnungsamtes mit dabei. Diese trafen in den Räumen des Kulturvereins insgesamt neun Personen zwischen 23 bis 56 Jahren an. Im angrenzenden Lagerraum war zudem ein 28-Jähriger, der einen Schlüssel zu dem Gebäude bei sich hatte. Aber keiner von ihnen wollte Betreiber oder Verantwortlicher sein.

Bei der Durchsuchung der Anwesenden wurde die Polizei bereits mehrmals fündig: drei von ihnen hatten kleinere Mengen Marihuana oder Haschisch bei sich. Doch dabei blieb es nicht, denn schnell schlug Drogenspürhündin „Pepples“ Alarm und konnte den viel größeren Fund verzeichnen. Im Lagerraum fand sie „zwischen Kisten, Unrat und alten Möbeln mehrere Beutel mit über 900 Gramm Marihuana, was einem Straßenverkaufswert von etwa 9.000 Euro entspricht“, teile die Polizei am Freitag mit.

Cannabis-Fund in Bonn: Neun Personen erhalten Anzeigen – nur drei wegen Drogenbesitz

Nachdem ihre Personalien aufgenommen wurden, entließ die Polizei die neun „mutmaßlichen Gäste“ wieder. Wegen Verstößen der Corona-Regeln erhielten alle neun eine Anzeige von der Stadt Bonn. Für die drei Cannabis-Besitzer kam noch eine weitere „wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln“ obendrauf. Zusätzlich wurde das Ladenlokal anschließend von der Stadt Bonn versiegelt.

Der 28-Jährige kam derweil nicht so schnell davon und wurde wegen Verdachts auf Drogenhandel festgenommen. Darüber hinaus soll er sich womöglich illegal in Deutschland aufhalten. Weitere Ermittlungen laufen. (os mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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