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Bonn: Polizei zieht bei Kontrolle Extrem-Rostlaube aus dem Verkehr – bröseliger Radkasten, Achse gebrochen

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Von: Lydia Mayer

Teile der Karosserie lösen sich von einem extrem verrosteten Radkasten
Ein extrem kaputtes Auto entdeckte die Polizei Bonn am Donnerstag bei einer Kontroll-Aktion. © Polizei Bonn

Die Polizei Bonn hat im Rahmen einer europaweiten Aktion Autos auch auf Verkehrssicherheit kontrolliert. Und dabei entdecken die Beamten einen fahrenden „Totalschaden“.

Bonn – Die Polizei Bonn hat sich in diese Woche an der europaweiten Aktion für mehr Sicherheit im Verkehr beteiligt. Dafür wurden im Stadtgebiet Hunderte Autos kontrolliert. Überprüft wurden die Einhaltung der Gurtpflicht und die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge.

Und dabei entdeckten die Beamten eine richtige Rostlaube. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. So bröselten Teile des Autos am extrem verrosteten Radkasten herunter.

Kontroll-Aktion: Bonner Polizei beschlagnahmt total kaputtes Auto

Beamte des Verkehrsdienstes zogen den nicht mehr verkehrssicheren PKW mit britischem Kennzeichen am Donnerstag auf Höhe des Bonner Hofgartens aus dem Verkehr. Experten einer nahegelegenen KFZ-Werkstatt brachten dann das ganze Ausmaß zutage: der Wagen hatte eine gebrochene Federung an der Hinterradachse, die Vorderradachse und die Lenkung waren gebrochen.

Dazu gab es an der Karosserie umfangreiche Rostschäden (siehe Foto). Weil unklar war, ob sich der Fahrer an eine auferlegte Stilllegung halten würde, wurde der Wagen von der Polizei sichergestellt.

Die Kontrolle eines Autos erwies sich auch für Polizisten aus dem Kreis Kleve als sehr ergiebig. Bei einer Kontrolle eines Taxis auf der A3 bei Emmerich entdeckt die Polizei knapp 30 Kilo Drogen. Die Autoinsassen stritten dann, wem die Tasche gehört und beschuldigten sich gegenseitig.

Einer Kontrolle entkommen, wollte ein Audifahrer Ende Januar in Köln. Er trat aufs Gas, fuhr beinahe Beamte an und auch Schüsse konnten den Fahrer nicht aufhalten. Später wurde der Wagen in Bergisch Gladbach sichergestellt.

Bonner Polizei erwischt bei Kontroll-Aktion viele „Anschnall-Muffel“

Auch bei der Kontrolle der Gurtpflicht entdeckte die Polizei etliche Verstöße. 55 wurden registriert und mit entsprechenden Verwarnungsgeldern von 30 Euro geahndet. Zudem stellten die Polizisten zwei Fälle fest, bei dem die mitfahrenden Kinder nicht richtig gesichert waren. Auch hier liegt das Verwarnungsgeld bei 30 Euro.

Wer ein Kind ganz ohne Sicherung im Wagen mitfahren lässt, muss ein Bußgeld von 60 Euro zahlen, dazu kommt ein Punkt in Flensburg. Die Nichtbeachtung der Gurtpflicht führt laut Polizei bei Unfallbeteiligten immer wieder zu schweren Verletzungen. Insgesamt verhielten sich aber die meisten der kontrollierten Verkehrsteilnehmer regelkonform.

Die Kontrollaktion der Bonner Polizei war Teil der europaweiten Tispol-Aktion „Seatbelt“. Tispol steht für „Traffic Information System Police“ und widmet sich unter dem Motto „Grenzen überschreiten, um Leben zu retten“ dem Ziel durch entsprechende Kontrollen die Zahl der Verkehrsunfallopfer zu senken. (ots/lys)

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