Lebensgefährliche Aktion

Trotz Hochwasser: Jugendliche schippern mit Kajak über den Rhein und kentern – Handy rettet ihr Leben

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Auch in Bonn hat der Rhein Hochwasser. Ein Polizeiboot liegt an einem teils überfluteten Steg. (Symbolbild)
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Diese Ausfahrt hätte ganz anders enden können: Zwei junge Männer waren in Bonn mit einem Kajak auf dem Rhein unterwegs. Nur wenige Minuten im Wasser können lebensgefährlich sein.

  • In Bonn hatten zwei leichtsinnige Jugendliche riesiges Glück
  • Sie kenterten mit ihrem Kajak auf dem Rhein
  • Die Wasserschutzpolizei Duisburg und die Feuerwehr Bonn rettete die beiden

Bonn – Was sich die zwei jungen Männer bei dieser lebensgefährlichen Aktion wohl gedacht haben? Am Dienstagnachmittag waren die beiden mit einem aufblasbaren Kajak auf dem Rhein unterwegs, der gerade Hochwasser führt.

Gegen 14 Uhr erhielten die Eisatzkräfte der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei das Einsatzstichwort „Personen im Wasser!“. Zwei Jugendliche, 17 und 19 Jahre alt, waren mit einem aufblasbaren Kajak auf dem Rhein unterwegs und wollten in der Nähe der Bonner Nordbrücke wenden, berichtet die Polizei.

Bonn: Jugendliche (17 und 19) mit Kajak im Hochwasser unterwegs – Handy wird zu Lebensretter im Rhein

Dabei gerieten sie gegen einen treibenden Baumstamm, woraufhin das Kajak kenterte und die jungen Männer über Bord gingen. Ein aus dem Hochwasser ragender Baum und ein Handy retteten ihnen wohl in der Folge das Leben. Die Gekenterten konnten sich an dem Baum festhalten, der von eiskaltem Wasser umgeben war. Ein Handy funktionierte noch, sodass ein Notruf abgesetzt werden konnte.

Die Feuerwehr Bonn erreichte die beiden mit Schlauchbooten und rettete sie aus den Fluten. Mit leichten Unterkühlungen kamen die 17- und 19-Jährigen in nahegelegene Krankenhäuser. Das Hochwasser des Rheins scheint viele Leichtsinnige auf skurrile Ideen zu bringen. Auf der Rheinpromenade in Köln, wo sonst Spaziergänger den Blick auf Dom und Rhein genießen, packte ein Wassersportler sein Wakeboard aus. Aktuell macht ein Video davon in den sozialen Medien die Runde. Am Sonntag (7. Februar) holte die Wasserschutzpolizei einen Stand-up-Paddler im Neoprenanzug von seinem Brett, der talwärts auf dem Rhein unterwegs war.

Hochwasser im Rhein: Wenige Minuten im Wasser können lebensgefährlich sein

„Die beiden jungen Männer hatten mehrfach Glück, dass sie mit dem Leben davon kamen“, schreibt die Polizei Duisburg und warnt eindringlich davor, trotz Hochwasser und anhaltenden Minusgraden mit Kajaks oder Schlauchbooten auf den Flüssen zu fahren. Auch erfahrene Wassersportler kommen angesichts der Strömung schnell an ihre Grenzen. Wie die Polizei berichtet, hatte der Rhein am Dienstag eine Temperatur von 7,5 Grad. „Schon wenige Minuten in dem bitterkalten Wasser können lebensgefährliche Folgen haben.“ (sk/ots)

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