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Tote Gänse und Schwäne: Vogelgrippe-Ausbruch in der Rheinaue in Bonn

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Von: Mick Oberbusch

Rheinaue in Bonn, einige Vögel stehen am Ufer, im Hintergrund eine Brücke
Aktuell wird untersucht, ob es in der Rheinaue in Bonn einen Vogelgrippe-Ausbruch gegeben hat. © Marc John/Imago

Vogelgrippe in der Rheinaue? Wer dort aktuell spazieren geht, könnte beim Anblick toter Gänse und Schwäne darauf kommen. Nun hat sich die Stadt dazu geäußert.

Bonn ‒ Wer mitten in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn auf der Suche nach ein wenig Erholung und Natur ist, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit früher oder später in der Rheinaue fündig. Das Naturerholungsgebiet in NRW verfügt über einen künstlich angelegten, 15 Hektar großen See und bietet einen erstklassigen Blick auf die dort lebenden Tiere wie Schwäne, Gänse, Vögel oder auch Nutrias. Dieser Tage jedoch versetzt einen der Blick auf die Rheinaue wohl eher in Angst und Schrecken. Der Grund: Es scheint so, als wäre dort die Vogelgrippe ausgebrochen. Tatsächlich bestätigt sich der Verdacht, wie die Stadt am Freitag mitteilt.

Rheinaue
Adresse:Ludwig-Erhard-Allee 20, 53175 Bonn

Vogelgrippe in der Rheinaue Bonn? Die wichtigsten Informationen zur Tierseuche

Vermutet hatte das bereits die Facebook-Nutzerin Barbara Hohpe auf der von ihr ins Leben gerufenen Seite „Schwäne Bonn“. In ihrer Freizeit ist Hohpe oft in der Rheinaue unterwegs, um sich um die Tiere zu kümmern, und muss nun bereits seit einigen Wochen jede Menge Leid mit ansehen. „Angefangen hat es mit toten Kanadagänsen, die ich in der Rheinaue gefunden habe“, schreibt sie auf Facebook, zudem seien ihr immer wieder tote Schwäne oder Vögel aufgefallen, um die sich niemand gekümmert hatte. „Die letzte kranke Gans habe ich am Samstag eingefangen. Die Tiere sind alle schnell gestorben und hatten sich von den anderen abgesondert. Ich habe alle toten Tiere eingesammelt und erkrankte im Auge behalten“, heißt es weiter.

Die Rheinaue in Bonn

Der Freizeitpark Rheinaue, von Bonnerinnen und Bonnern nur „die Rheinaue“ genannt, ist ein 160 Hektar großes, als Park angelegtes Naherholungsgebiet in Bonn. Die Grundzüge des Parks entstanden anlässlich der Bundesgartenschau 1979 südlich der Bonner Gronau, eines damals unbebauten und landwirtschaftlich genutzten Auegebiets. Die Rheinaue liegt in etwa in der Mitte des Bonner Stadtgebietes auf beiden Seiten des Rheins und beherbert auch den 15 Hektar großen, künstlich angelegten Rheinauensee.

Bonn bezieht zu toten Tieren in der Rheinaue Stellung: „Es deutet auf Vogelgrippe hin“

Und was sagt die Stadt Bonn dazu? Auf Nachfrage von 24RHEIN heißt es: „Die toten Tiere werden aktuell noch untersucht, es werden Proben entnommen. Das muss laut Vorgabe in zwei verschiedenen Laboren geschehen. Sobald wir die offizielle Bestätigung erhalten haben, werden wir die nächsten Schritte zur Beseitigung dieses Problems einleiten. Die Proben aus dem ersten Labor deuten allerdings bereits sehr auf eine Vogelgrippe hin.“

Am 14. Januar machte es die Stadt dann per Mitteilung offiziell: „In Bonn gibt es den Verdacht auf Vogelgrippe bei Wildvögeln: An zwei toten Gänsen aus der Bonner Rheinaue wurde das Virus nachgewiesen“, heißt es dort, die Stadt erklärt aber auch: „Veterinärbehördliche Maßnahmen sind derzeit nicht vorgesehen.“

Demnach empfiehlt die Stadt Geflügelhaltenden, ihre Tiere vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu schützen, um eine weitere Übertragung des Virus zu vermeiden. Spaziergängerinnen und Spaziergängern in der Rheinaue rät die Stadt dazu, direkten Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Dort aufgefundene tote Tiere können unter der Telefonnummer 0228/5552720 dem städtischen Straßenreinigungsunternehmen Bonnorange gemeldet werden. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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