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Bonn: Rheinufer soll sicherer werden – Polizei setzt auf Videoüberwachung

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Polizeioberrat Marco Vida und Polizeipräsident Frank Hoever vor einer der Videobeobachtungsanlagen
Mit Videoüberwachung möchte die Polizei am Bonner Rheinufer für mehr Sicherheit sorgen. Polizeioberrat Marco Vida und Polizeipräsident Frank Hoever mit einem der Kameratürme. © Polizei Bonn

Weil es am Rheinufer in Bonn immer wieder zu Straftaten kommt, setzt die Polizei ab sofort auf Videoüberwachung. Am Freitag gehen die Kameras in Betrieb. Und das nicht zum ersten Mal.

Bonn – Weil an mehreren Orten am Rheinfufer in Bonn laut Polizei wiederholt Straftaten begangen wurden, setzt die Bonner Polizei künftig auf Videoüberwachung. Vor allem zu „Körperverletzungen und Eigentumsdelikten“ sei es an der Rheinpromenade in Bonn-Beuel und auch auf der linken Rheinseite gekommen.

Bonn: Videoüberwachung soll Kriminalität an Brennpunkten verhindern

Am Freitag werden zur Videoüberwachung an den Wochenenden Kameratürme am linksrheinischen Ufer (Brassert- und Erzbergerufer) und rechtsrheinisch an der Beueler Rheinpromenade an der Rheinaustraße aufgestellt. Die Videoüberwachung soll laut einer Polizeimitteilung nicht durchgängig, sondern flexibel und ausschließlich zu einsatzrelevanten Zeiten, also besonders in den Nachmittags- und Abendstunden an den Wochenenden erfolgen.

Auch an der Poppelsdorfer Allee sowie auf dem Bertha-von-Suttner-Platz könnte die Videoüberwachung bei Bedarf eingesetzt werden. Entsprechende Genehmigungen lägen vor.

Laut Polizei wird das Geschehen vor Ort über die Kameras von Polizisten im Polizeipräsidium Bonn live beobachtet und bewertet. Kündigt sich eine Straftat an, oder passiert etwas, sollen dann so schnell wie möglich Einsatzkräfte losgeschickt werden.

Auch die Kölner Polizei setzt an Kriminalitäts-Brennpunkten auf Videoüberwachung, darf dies nach einer Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts aber nur noch am Neumarkt. Die Polizei Köln war aber mit dem Beschluss nicht ganz einverstanden.

Kampf gegen Kriminalität: Videoüberwachung am Bonner Rheinufer vorerst für zwei Monate

Laut NRW-Polizeigesetz können Orte, die eine Begehung von Straftaten begünstigen, und an denen damit zu rechnen ist, dass auch künftig Straftaten geben wird, videoüberwacht werden. „Vor diesem Hintergrund habe ich an den genannten Orten für April und Mai 2021 eine temporäre Videobeobachtung angeordnet“, erklärt der Bonner Polizeipräsident Frank Hoever. Vor Ort werden Hinweisschilder auf die Videobeobachtung aufmerksam machen. 

Schon im Vorjahr hatte die Polizei zwischen Beethovenhalle und Altem Zoll Videoüberwachung eingesetzt.

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