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Sankt Martin in Bonn: Stadt verzichtet auf Maskenpflicht und 3G-Regel für kleine Züge

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Von: Stefanie Knupp

Kinder halten ihre Laternen an einem Sankt Martinsumzug in Händen.
Solche Bilder von Laternenumzügen könnte es 2021 in Bonn wieder geben (Symbolbild). © Eibner/Imago

In Bonn finden 2021 aller Voraussicht nach wieder Martinszüge statt. Zunächst wollte die Stadt dafür die 3G-Regel anwenden. Das hat sich jetzt geändert.

Bonn – Corona hat im vergangenen Jahr viele kulturelle Opfer gefordert. Oftmals waren dabei Kinder die Leidtragenden, die auf das Kindergartenfest oder eben den Sankt-Martins-Zug verzichten mussten. In diesem Jahr soll es aber in vielen Städten wieder heißen: Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. So hat sich der Krisenstab der Stadt Bonn dafür ausgesprochen die Laternen-Umzüge 2021 stattfinden zu lassen. Zunächst beschloss der Bonner Krisenstab im September, alle Martinszüge unabhängig von ihrer Größe gleich zu behandeln. Sprich: Teilnahme nach 3G-Regeln und Maskenpflicht.

Sankt Martin ist am 11. November und fällt dieses Jahr auf einen Donnerstag. Um diesen Tag herum organisieren zum Beispiel Kitas und Grundschulen Umzüge. „Nachdem im Jahr 2020 Martinzüge im gesamten Stadtgebiet nicht durchgeführt werden konnten, machen in diesem Jahr die Regelungen der Coronaschutzverordnung eine Durchführung unter bestimmten Bedingungen möglich“, schreibt die Stadt Bonn damals in einer Mitteilung.

Sankt Martin in Bonn: Kleine Martinszüge ohne 3G und Maskenpflicht

Die rechtlichen Bedingungen haben sich seitdem geändert. So hat das Land NRW die Maskenpflicht im Freien grundsätzlich aufgehoben. „Damit gibt es für den Beschluss des Krisenstabs zur erweiterten Maskenpflicht keine rechtliche Basis mehr“, schreibt die Stadt Bonn am 8. Oktober. „Die Stadt hat daher heute entschieden, sich an die neue Verordnung anzupassen und auf die Maskenpflicht sowie die 3G-Regel bei kleineren Martinszügen zu verzichten.“ Allerdings: Die 3G-Regel gilt weiterhin für Veranstaltungen mit mehr als 2500 Teilnehmern.

„Wir wollen für die Kinder in Bonn trotz Corona Normalität ermöglichen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sollen so wenig wie möglich unter Einschränkungen leiden“, kommentiert Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Ich hoffe sehr, das mit der heutigen Entscheidung möglichst viele der traditionellen Martinszüge stattfinden können.“ Einen Haken könnte es noch geben. Die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes gilt nur bis zum 29. Oktober. Die Entscheidung der Stadt gilt also unter Vorbehalt.

Martinszüge Bonn 2021: Stadt wollte zuerst Maskenpflicht

Die Stadt wollte sich im September mit dem NRW-Gesundheitsministerium abstimmen. So wollte Bonn die Teilnahme an den Martinszügen unter Einhaltung der 3G-Regel erlauben, allerdings eine Maskenpflicht verfügen. „Auch für Martinszüge mit weniger Teilnehmenden sollten die Veranstaltenden eine Maskenpflicht regeln“, so die Stadt. Das Gesundheitsministerium hätte diesem Konzept noch zustimmen müssen. Das Singen während der Martinszüge sei laut Landesverordnung unabhängig von dieser Abstimmung nur mit Maske erlaubt, hieß es weiter.

Die Veranstalter der Martinszüge hätten auf die Regeln hinweisen und „nachweislich stichprobenartig überprüfen“ müssen. Der Nachweis der 3G-Regel werde demnach nur die Erwachsenen betreffen, denn Kinder bis 16 Jahre gelten als grundsätzlich getestet, da sie in Kita und Schule regelmäßig auf Covid-19 getestet werden. Kontrollieren müssen diejenigen Veranstalter, die mehr als 2500 Teilnehmer bei ihren Zügen haben, nach aktuellem Stand weiterhin

Sankt Martin in Bonn: Verteilung von Weckmännern mit Regeln

Neben den Martinszügen soll ein weiterer beliebter Programmpunkt wieder möglich sein: die Ausgabe der Martinswecken. Das Gebäck, meistens in Form von Weckmännern, wird oft rund um den Zug verteilt. Unter bestimmten Auflagen sollen die Laternen-Kinder dieses Jahr einen Weckmann bekommen können: „Hierzu gehört die Einhaltung der Mindestabstände von 1,50 Metern zu fremden Personen sowie die Maskenpflicht in der Warteschlange“, informierte die Stadt im September. (sk) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 8. Oktober inhaltlich aktualisiert. Neu: Stadt verzichtet auf Maskenpflicht und 3G-Regel bei kleineren Martinszügen.

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