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Fast eine halbe Million Euro: VW muss an die Stadt Bonn zahlen

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Ein großes VW-Logo steht auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen Werk.
Die Stadt Bonn zog gegen Volkswagen wegen manipulierter Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen vor Gericht. (Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

Jetzt steht es fest: Nach dem Dieselskandal muss VW fast eine halbe Million Euro an die Stadt Bonn zahlen. Ein Urteil vom Bonner Landgericht ist rechtskräftig.

Bonn – Wegen des Dieselskandals bekommt die Stadt Bonn rund 470.000 Euro vom Autobauer Volkswagen. Wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag auf Anfrage mitteilte, ist ein Urteil des Bonner Landgerichts inzwischen rechtskräftig – VW muss also zahlen.

Bonn kaufte 27 Dieselfahrzeuge von VW mit manipulierter Software

In den Jahren 2013 und 2014 hatte die Stadt 27 Diesel-Fahrzeuge für ihre Dienstwagenflotte gekauft. Wegen manipulierter Abgaswerte zog die Kommune 2019 vor das Bonner Landgericht und forderte die Rückabwicklung dieser Kaufverträge. Im vergangenen Jahr bekam sie Recht. VW habe die Vorschriften der Abgasmessung umgangen, so die Bonner Richter. Eine manipulierte Software stelle „eine vorsätzlich sittenwidrige Schädigung“ dar. Im Gegenzug wurde die Kommune verpflichtet, die Fahrzeuge zurückzugeben.

Dieselskandal: VW zog Berufung vor Oberlandesgericht Köln zurück

Zunächst sah es danach aus, als ginge es in die nächste Instanz, doch eine Berufung vor dem Oberlandesgericht in Köln nahm VW zurück. Ein Sprecher des Autobauers sagte, dass Verhandlungen über eine einvernehmliche Lösung leider nicht erfolgreich gewesen seien. (dpa/lnw)

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