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Nach einer Corona-Infektion: Weiteres hochrangiges Mitglied des Goman-Clans gestorben

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Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens fahren einen Sarg mit einer Kutsche zu einem Eingang von einem Friedhof vor der Beerdigung eines Mitglieds einer Großfamilie, rechts daneben stehen Polizisten.
Bereits am 9. April beerdigte der Goman-Clan ein hochrangiges Mitglied auf einem Friedhof in Leverkusen. © Oliver Berg/dpa

Der Goman-Clan aus Leverkusen trauert um ein weiteres ranghohes Mitglied. Am Donnerstag starb ein mit dem Coronavirus infizierter Clan-Chef in der Uniklinik in Bonn.

Bonn/Leverkusen – Erneut erschüttert ein Trauerfall den Goman-Clan aus Leverkusen. Nach dem Tod eines Friedensrichters ist nun ein weiteres Mitglied der Roma-Großfamilie nach einer Corona-Erkrankung gestorben. Bei dem Toten soll es sich um einen Clan-Chef und den jüngeren Bruder (53) des zuvor verstorbenen Friedensrichters (61) handeln.

Ranghohes Mitglied des Goman-Clans war mit akuten Atmungsstörungen in Uniklinik eingeliefert worden

Der Mann starb am Donnerstagmorgen (15. April) in der Uniklinik in Bonn. Mehrere Familienmitglieder trauerten in der Nähe der Kapelle auf dem Bonner Venusberg unter den Augen von Polizei und Ordnungsamt, die die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung kontrollierten. „Die Sicherheitsmaßnahmen mit der Polizei gestern und heute waren prophylaktisch indiziert, weil bei uns ein Clan-Chef in sehr kritischem Zustand behandelt wurde“, teilte die Uniklinik dem General-Anzeiger Bonn auf Anfrage mit.

Die Zeitung berichtet, dass der Clan-Chef zuvor mit akuten Atmungsstörungen eingeliefert worden war und auf der Intensivstation der Uniklinik an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde.

Goman-Clan aus Leverkusen: Zweite Beerdigung in zwei Wochen steht bevor

Der verstorbene Clan-Chef soll am kommenden Dienstag (20. April, 13 Uhr) auf dem Friedhof Reuschenberg in Leverkusen beigesetzt werden. Die Beerdigung wird aller Voraussicht nach erneut mit hoher Polizeipräsenz stattfinden. Schon die Beisetzung des Friedensrichters sorgte für Schlagzeilen und jede Menge Aufruhr in Leverkusen. Stadt und Polizei befürchteten, dass hunderte Trauergäste kommen würden, obwohl aufgrund der Corona-Pandemie nur 25 Personen über 14 Jahre und 25 Kinder zugelassen waren.

Die Befürchtungen bestätigten sich während der Beerdigung allerdings nicht. Der Goman-Clan hielt sich an die Auflagen und das erstellte Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei.

Das ist über den Goman-Clan bekannt:

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