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Nach Flutkatastrophe: Weiterhin 20.000 Haushalte ohne Festnetz-Internet

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Ein Feuerwehrauto fährt an einem zerstörten Briefkasten und einer zerstörten Telefonzelle in der Fußgängerzone vorbei.
Nach der Hochwasser-Katastrophe sind 20.000 Haushalte weiterhin ohne Festnetz-Internet (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Nach dem Hochwasser im Juli sind rund 20.000 Haushalte weiterhin vom Festnetz-Internet abgeschnitten. Der Wiederaufbau könnte bis zu einem Jahr dauern.

Bonn – Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nach Angaben der Deutschen Telekom noch immer etwa 20.000 Haushalte vom Festnetz-Internet abgeschnitten. Bei 80.000 zwischenzeitlich vom Netz gegangenen Haushalten habe man die Leitungen wieder repariert, sagte der Technikchef von Telekom Deutschland, Walter Goldenits, am Montag in Bonn. „An den verbliebenen 20.000 arbeiten wir mit Hochdruck.“ Dort seien etwa Mobilfunk-Ersatzlösungen bereitgestellt worden – Bewohner der Haushalte können also über Mobilfunk ins Internet kommen.

Hochwasser-Katastrophe: 20.000 Haushalte ohne Festnetz-Internet – Wiederaufbau dauert bis zu einem Jahr

Wann alle Schäden behoben sind, sei schwer abschätzbar, so Goldenits. Er nannte sechs bis zwölf Monate als ungefähren Zeitrahmen für die Glasfaser-Verlegung. „Wir haben Ortschaften, wo Straßenzüge einfach nicht mehr so existieren wie vorher – wir brauchen also die Entscheidung der Kommunen, wie die Ortschaft wieder aufgebaut wird.“ Auch das Wasser sei nach dem Hochwasser für Monate verschmutzt. Beim Wiederaufbau werde priorisiert, etwa um Arztpraxen möglichst schnell wieder an das Netz anzuschließen.

Flutkatastrophe: Kunden von Telekom und Vodafone betroffen

Es geht um Leitungen der Telekom, von denen sie einen Teil an Wettbewerber vermietet hat – nicht alle der reparierten beziehungsweise noch immer nicht verbundenen Anschlüsse sind also die von Telekom-Kunden. Beim Wettbewerber Vodafone waren es 33.000 Haushalte, die im Festnetz offline gingen. Davon seien noch 1.300 gestört, so ein Vodafone-Sprecher. Bei diesen Zahlen geht sowohl um angemietete Leitungen als auch um eigene Leitungen – im letzteren Falle also um Fernsehkabel, die für Internetanschlüsse genutzt werden.

Mitte Juli hatten schwere Unwetter Dörfer und Städte vor allem im südlichen NRW und im nördlichen Rheinland-Pfalz schwer verwüstet. Auch Mobilfunk-Stationen wurden von den Fluten weggerissen. Lücken im Netz konnten wieder geschlossen werden. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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