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Lehmanns wird zu Thalia – Bundeskartellamt genehmigt Übernahme

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Passanten gehen vor dem geschlossenen Eingang eines Kaufhauses der Buchhandelskette Thalia in der Innenstadt entlang.
Kartellamt gibt Thalia grünes Licht für Lehmanns-Übernahme (Symbolbild) © Axel Heimken/dpa

380 Filialen gehören zur Buchhandelskette Thalia. Jetzt kommen 15 weitere Fachbuchhandlungen hinzu. Das Kartellamt genehmigt die Lehmanns-Übernahme.

Bonn – Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia kann ihren Wachstumskurs fortsetzen. Das Bundeskartellamt gab dem Marktführer am Mittwoch grünes Licht für die Übernahme des Fachinformationshändlers Lehmanns. Die Wettbewerbshüter erwarten durch die Übernahme keine wesentliche Wettbewerbsbehinderung, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Lehmanns-Übernahme: Thailia bekommt 15 weitere Fachbuchhandlungen

Lehmanns ist hauptsächlich als Fachinformationshändler für professionelle Kunden wie Universitäten, Bibliotheken oder
Unternehmen tätig und betreibt darüber hinaus 15 Fachbuchhandlungen in deutschen Universitätsstädten – darunter auch Düsseldorf und Köln. Thalia ist mit mehr als 380 Filialen die mit Abstand größte Buchhandelskette in Deutschland.

Kartellamtschef Andreas Mundt betonte: „Die zunehmende Digitalisierung, die steigende Bedeutung des Direktvertriebs durch
große Verlage und die Verlagerung zu OpenAccess-Publikationen führen im Fachinformationshandel zu grundlegenden Marktveränderungen.“

Kartellamt gibt Thalia grünes Licht für Lehmanns-Übernahme

Im Laufe des Verfahrens hätten verschiedene Marktteilnehmer betont, dass angesichts dieser Veränderungen eine gewisse Unternehmensgröße erforderlich sei, um dauerhaft auf dem Markt bestehen zu können. Im Bereich des Bucheinzelhandels seien die Umsätze der Lehmanns-Fachbuchhandlungen ohnehin vergleichsweise gering. Die Endkunden könnten jederzeit auf andere stationäre Buchläden oder Online-Händler ausweichen.

Das Bundeskartellamt hat die Aufgabe, die deutsche Wettbewerbspolitik zu schützen. Vor wenigen Wochen startete das Bundeskartellamt eine Ermittlung gegen Edeka. Der Supermarktgigant Im Zuge der Real-Übernahme forderte der Supermarktgigant Rabatte von den Lieferanten. (jw/dpa)

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