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Rhein in Flammen findet 2023 statt – doch es gibt mehrere Änderungen

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Von: Benjamin Stroka

Das Feuerwerk Rhein in Flammen St. Goar 2022.
Rhein in Flammen soll auch 2023 stattfinden, aber nur in Bonn und ohne Schiffskonvoi (Archivbild). © Thomas Frey/Imago

„Rhein in Flammen“ wird es auch 2023 geben – aber nur in einer abgespeckten Version. Das Event findet nur in Bonn statt, ohne Schiffskonvoi.

Bonn – Das beliebte Event „Rhein in Flammen“ wird auch 2023 stattfinden. Das bestätigten die Stadt Bonn und die Tourismus & Congress GmbH am Mittwochnachmittag. Allerdings gibt es im Vergleich zu den Vorjahren einige Änderungen und Einschränkungen.

Rhein in Flammen 2023 findet statt – aber nur in Bonn

So soll es „Rhein in Flammen“ im kommenden Jahr nur „in einer räumlich reduzierten Variante“ geben. Das heißt konkret: Das Event findet 2023 nur in Bonn statt. Einen Schiffskonvoi zwischen Bonn (NRW) und Linz (Rheinland-Pfalz) durch verschiedene Nachbarkommunen wird es nicht geben. Darauf einigten sich die Beteiligten in einem Gespräch zwischen der Stadt Bonn, der Tourismus & Congress GmbH (T&C) und den bislang beteiligten Kommunen zwischen Bonn und Linz.

„2023 soll es die etablierte Landveranstaltung in der Bonner Rheinaue ebenso geben wie das musiksynchrone Feuerwerk. Statt eines Schiffskonvois zwischen Bonn und Linz sind individuelle Schiffsfahrten geplant. Das Rheinufer soll nur noch im Bonner Stadtgebiet illuminiert werden“, heißt es weiter.

Rhein in Flammen 2023: Es fehlen 100.000 Euro für den Schiffskonvoi

Die Entscheidung auf den Schiffskonvoi zu verzichten hat finanzielle Gründe. Es gibt offenbar eine Finanzierungslücke von rund 100.000 Euro. In den Jahren vor der Corona-Pandemie finanzierte sich „Rhein in Flammen“ vor allem durch verkaufte Schiffstickets. Für nächstes Jahr würden nach aktuellem Stand aber deutlich weniger Schiffskarten verkauft, als nötig.

Um das Event so durchzuführen, wie es 2019 noch der Fall war, müssten laut Stadt und T&C rund 12.000 Schiffskarten verkauft werden und zusätzlich Sponsorengelder fließen. „Eine Abfrage bei den Reedereien hat jedoch lediglich einen Rücklauf von rund 4500 möglichen zu verkaufenden Plätzen ergeben, der sich unter Umständen noch auf 6000 Plätze erweitern lässt. Hierdurch ergibt sich nach aktueller Planung die genannte Finanzierungslücke“, erklären Stadt und T&C.

Rhein in Flammen: Planungen für 2024 beginnen bald

Zudem habe vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der Energiekrise so gut wie keine weitere Kommune eine finanzielle Beteiligung an der Veranstaltung zusagen können. Damit „Rhein in Flammen“ 2023 wenigstens in einer reduzierten Auflage stattfinden kann, greift die Stadt Bonn dem Event finanziell unter die Arme. Die Stadt will für „Rhein in Flammen 2023“ 40.000 Euro zur Verfügung stellen.

Trotz der Reduzierung konnten die Veranstalter so aber die komplette Absage von „Rhein in Flammen“ abwenden. Anders sah es zuletzt in Köln aus. Das beliebte Feuerwerksevent „Kölner Lichter“ musste für 2023 abgesagt werden.

Wie es in Zukunft mit „Rhein in Flammen“ weitergehen kann, soll bereits in Kürze entschieden werden. Die beteiligten Partner wollen „umgehend Planungsgespräche für ‚Rhein in Flammen‘ 2024“, aufnehmen. Ziel der Gespräche: Ein neues Konzept erarbeiten, dass das Event wirtschaftlich absichert und nachhaltig weiterentwickelt. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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