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So läuft der Warntag am 8. Dezember in Bonn ab: Probealarm und Warnapps

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Von: Anna Maria Pejsek

Der bundesweite Warntag am 8. Dezember findet auch in Bonn statt. Wann heulen die Sirenen? Was müssen Bonner wissen? Alle Infos im Überblick.

Bonn – Auch in Bonn findet am 8. Dezember 2022 ein Probetag der Warnsysteme statt. Dabei werden um 11 Uhr alle 56 Sirenen in Bonn auf ihre Funktionsfähigkeiten überprüft. Die Stadt Bonn gab außerdem bekannt, dass erstmalig das neue, vom Bund initiierte „Cell Broadcast System“ getestet wird. Dies soll ab dem kommenden Jahr den Warnmix aus Sirenen und Apps in der Bundesrepublik erweitern.

Am bundesweiten Warntag, 8. Dezember 2022, klingeln alle Handys. Das „Cell Brodcast System“ wird getestet.
Am 8. Dezember findet der bundesweite Warntag statt. Dabei klingeln alle Handys. © Christian Ohde/Imago

Sirenen in Bonn: So läuft der Probealarm am 8. Dezember ab

Bonn: Wann und wie der Probealarm am 8. Dezember 2022 abläuft

► Ab 11 Uhr ertönt zunächst eine Minute lang ein ununterbrochener Heulton, der im Ernstfall für „Entwarnung“ steht.

► Danach folgt eine fünfminütige Pause.

► Daraufhin wird mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton das Signal für „Warnung“ getestet, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist.

► Nach einer weiteren fünfminütigen Pause, ertönt wieder der gleichbleibende Ton für „Entwarnung“.

Auf der Homepage der Stadt Bonn wird ein Informationsfenster (Pop-Up) über die Probewarnung informieren. Außerdem testet die Stadt die Direkt-Durchsagemöglichkeit im Programm von Radio Bonn/Rhein-Sieg. Dabei wird das Radio-Programm unterbrochen, um Informationsdurchsagen der Feuerwehr zu senden.

Warntag in Bonn: Warn-App NINA und das „Cell Broadcast System“ werden getestet

Neben dem Test der Sirenen werden auch zwei Warn-Systeme getestet. Eine davon ist die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes). Wer NINA installiert hat, bekommt die Probe-Warnmeldung für den eingestellten Ort oder den aktuellen Standort direkt auf dem Smartphone angezeigt.

Das andere System nennt sich „Cell Broadcast System“. Mit dem „Cell Broadcast System“ werden alle Nutzerinnen und Nutzer in einem Gebiet, in dem eine Warnung ausgesprochen wurde, per SMS auf ihrem Handy über die Gefahr informiert. Dabei werden in diesem Bereich alle Mobilfunkmasten angesteuert. Das heißt für den bundesweiten Probetag am 8. Dezember, dass alle Handys eine SMS bekommen werden.

Was ist „Cell Broadcast“?

Der sogenannte „Cell Broadcast“ nutzt Funkzellen, um Nachrichten an Handys zu verschicken. Das klappt sowohl bei Smartphones als auch konventionellen Handys ohne Internetzugang. Die Nachrichten werden bei „Cell Broadcast“ als SMS verschickt. Ein Vorteil: User brauchen keine App, wie bei den Warnsystemen NINA oder KATWARN.

„Jedes Mobilfunkendgerät registriert sich automatisch in einer sogenannten Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird. Der zentrale Verteiler einer Funkzelle kann dann in umgekehrter Richtung Warnmeldungen an alle Mobilfunkendgeräte versenden“, erklärt das BBK. So werden alle Personen in einem Gebiet erreicht, die ein eingeschaltetes Handy bei sich haben.

Sirenenalarm: Was in einem Ernstfall zu tun wäre

Wenn die Sirenen einmal im Ernstfall heulen, sind die folgenden Punkte zu beachten.

Probealarm in Bonn: Regelmäßige Proben festgelegt

Das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, dass Proben der Warnsirenen zweimal im Jahr stattfinden, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September. Laut der Stadt Bonn wurde der bundesweite Warntag in den Dezember verlegt, damit das dann fertig gestellte „Cell Broadcast System“ ebenfalls getestet werden kann.

Ziel der Warntage ist es, die Bevölkerung für das Themenfeld zu sensibilisieren und den Bürgerinnen und Bürgern Informationen und Tipps zu geben, damit sie im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen können. (amp) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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