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Essen: Illegale Shisha-Fabrik aufgeflogen – mehrere Tonnen Tabak entdeckt

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Illegaler Shisha-Tabak auf viele Kisten verteilt in einer Lagerhalle in Bottrop.
Insgesamt 2,5 Tonnen Shisha-Tabak entdeckte der Zoll in der Lagerhalle. © ZFA Essen

Der Essener Zoll hat einen Volltreffer gelandet: im nahegelegenen Bottrop haben die Beamten eine illegale Shisha-Fabrik ausgehoben. Der geschätzte Steuerschaden ist fünfstellig.

Bottrop/Essen – Der Zoll hat in Bottrop eine illegale Produktionsstätte für Wasserpfeifentabak ausgehoben und rund zwei Tonnen Shisha-Tabak sichergestellt. Wie die Zollfahndung Essen am Dienstag berichtete, wurden in der Halle auch mehrere Maschinen und massenweise Vormaterialien beschlagnahmt. Zuletzt waren die Shisha-Razzien in NRW deutlich zurückgegangen, was vor allem an den geschlossenen Bars liegt.

Illegale Shisha-Fabrik in Bottrop: Fünf Männer festgenommen – einer ist minderjährig

Bei der Durchsuchung in der vergangenen Woche nahmen die Ermittler fünf Männer im Alter von 17 bis 32 Jahren vorläufig fest, die demnach mit der Herstellung des unversteuerten Tabaks beschäftigt waren. Die Fahnder stießen zudem auf mutmaßlich gefälschte Verpackungen namhafter Hersteller.

Zoll entdeckt weitere Shisha-Lagerhalle in Witten – Steuerschaden in fünfstelliger Höhe

Nach ersten Ermittlungen konnten die Fahnder eine weitere Lagerstätte der Verdächtigen in Witten ausfindig machen. Dort stellten sie in einer Garage noch einmal etwa 900 Kilogramm Tabak sicher, zudem auch 600 Kilogramm Glycerin. Die Durchsuchung einer Privatwohnung ergab den Fund von 1500 Ecstasy-Tabletten.

Allein der Steuerschaden durch die Shisha-Tabak-Produktion beträgt den Angaben zufolge rund 80.000 Euro. Gegen die Männer wird wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung ermittelt. Erst vor kurzem hatte der Essener Zoll bei mehreren Razzien dicke Funde gemacht. (dpa/lnw)

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