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Brühl: Stein fliegt von Autobahnbrücke – und trifft Frau am Kopf

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Die beschädigte Windschutzscheibe.
Der Stein durchschlug die Windschutzscheibe des Autos. © Polizei Köln

Auf der A553 bei Brühl hat ein Unbekannter einen Stein von einer Brücke geworfen. Der Stein durchschlug die Windschutzscheibe eines Autos – eine Frau wurde verletzt.

Brühl – Es ist eine absolute Horrorvorstellung: Nichts ahnend fährt ein Auto über die A553 in Höhe Brühl, als plötzlich bei voller Fahrt ein großer Stein durch die Windschutzscheibe kracht. Die Beifahrerin wird verletzt. Die Polizei sucht nach Zeugen und ermittelt nun wegen versuchtem Mord.

Steinwurf in Brühl: Mehr als faustgroßer Stein traf Beifahrerin am Kopf

Der Fall ereignete sich am Freitagnachmittag (9. Juli) auf der A553 in Höhe Brühl-Süd. Eine oder mehrere bislang unbekannte Personen sollen dort von der Brücke „Phantasialandstraße“ einen mehr als faustgroßen Stein auf einen vorbeifahrenden Mercedes geworfen haben. „Der Stein durchschlug die Fensterscheibe und traf die 57-jährige Beifahrerin am Kopf“, berichtet ein Sprecher der zuständigen Polizei in Köln.

Dieser Stein flog auf das Auto und verletzte die Beifahrerin.
Dieser Stein flog auf das Auto und verletzte die Beifahrerin. © Polizei Köln

Die 57-jährige Frau musste ins Krankenhaus. Der 51 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Die Autobahn wurde für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei richtete umgehend eine Mordkommission ein und begann mit den Ermittlungen. Ein Polizeisprecher macht deutlich: „Bei dem Steinwurf handelt es sich nicht um einen ‚Kinderstreich‘, sondern um ein versuchtes Tötungsdelikt.“ Man werde mit aller Kraft nach dem oder den Verdächtigen suchen. „Es drohen empfindliche Freiheitsstrafen“, ergänzen Polizei und Staatsanwaltschaft.

Brühl: Eine Mordkommission der Polizei Köln sucht nach Zeugen

Die verletzte Beifahrerin konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Währenddessen begannen die Ermittler noch am Freitagnachmittag auf der Autobahnbrücke Fingerabdrücke und DNA-Spuren zu sichern. Der als Tatwaffe benutzte Stein wird von Spezialisten des Landeskriminalamts NRW auf weitere DNA-Spuren untersucht. Zudem wertet die Polizei Mobilfunkdaten von Nutzern aus, die zum Tatzeitpunkt bei einem nahegelegenen Mobilfunkturm eingewählt waren.

Weiterhin läuft auch eine eindringliche Zeugensuche der Polizei. Die Ermittler fragen:

Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de bei der zuständigen Mordkommission zu melden. (bs/ots)

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