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Bundestagswahl 2021: SPD mit fast zwei Prozent Vorsprung auf CDU

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Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, steht mit seiner Frau Britta Ernst und zeigt während der Wahlparty im Willy-Brandt-Haus die Daumen nach oben.
Olaf Scholz nach der ersten Hochrechnung im Willy-Brandt-Haus. © Wolfgang Kumm/dpa

Deutschland wählt den nächsten Bundestag. Es deutet sich ein spannendes Rennen an. Die wichtigsten Informationen im News-Ticker.

Update vom 27. September, 0:09 Uhr: Die aktuellste Hochrechnung zur Bundeswahl sieht kaum Veränderung bei den Spitzenparteien vor. Die SPD liegt jetzt bei 25,8 Prozent, CDU/CSU bei 24,1 Prozent der Stimmen. Die Linke ist unter die Fünf-Prozent-Hürde gefallen und liegt nur noch bei 4,9 Prozent. Dennoch muss die Linke wohl nicht mehr um den Einzug in den Bundestag bangen, da sie höchstwahrscheinlich mindestens Direktmandate gewonnen hat.

Hintergrund ist die sogenannte Grundmandatsklausel: Erreicht eine Partei drei oder mehr Direktmandate, wird die Fünf-Prozent-Sperre außer Kraft gesetzt und es erfolgt eine Mandatsvergabe nach Zweitstimmenergebnis. Die Linke, damals noch PDS, hat davon schon einmal profitiert: 1994 kam sie auf nur 4,4 Prozent der gültigen Zweitstimmen, bekam dann aber wegen vier Direktmandaten auch 26 Landeslistensitze.

Die aktuelle Hochrechnung zur Bundestagswahl

SPD: 25,8 Prozent

CDU/CSU: 24,1 Prozent

Grüne: 14,6 Prozent

FDP: 11,5 Prozent

AfD: 10,5 Prozent

Linke: 4,9 Prozent

Sonstige: 8,6 Prozent

Quelle: ARD (Stand 23:36 Uhr)

Bundestagswahl 2021: SPD in NRW nun deutlich vor der CDU

Update, 23:37 Uhr: Die aktuellste Hochrechnung von infratest dimap und dem WDR prognostiziert für NRW einen deutlichen Vorsprung für die SPD. Mit Stand 22:42 Uhr liegt die SPD in NRW bei 29,2 Prozent (plus 3,2) und die CDU nur noch bei 26,0 Prozent (minus 6,6). Größte Gewinner sind die Grünen mit 15,5 Prozent (plus 7,9). Die FDP liegt bei 11,5 Prozent (minus 1,6) vor der AfD mit 7,6 Prozent (minus 1,8) und der Linken mit 3,6 Prozent (minus 3,9). Die Sonstigen erreichen 6,6 Prozent (plus 2,8).

Bundestagswahl 2021: Vorsprung der SPD auf CDU wächst weiter

Update, 22:35 Uhr: Der Vorsprung der SPD steigt bei der neuesten ARD-Hochrechnung erneut leicht an. Die Sozialdemokraten um Olaf Scholz erreichen aktuell 25,9 Prozent. CDU/CSU liegen zurzeit bei 24,1 Prozent. Die Grünen haben mit 14,7 Prozent nochmal leicht zugelegt.

Update, 22:07 Uhr: Bei der neuesten Hochrechnung der ARD hat die SPD um Kanzlerkandidat Olaf Scholz ihren Vorsprung auf die CDU und Armin Laschet weiter ausgebaut. Demnach liegt die SPD jetzt bei 25,8 Prozent und damit 1,6 Prozent vor der CDU mit 24,3 Prozent.

Bundestagswahl 2021: NRW-SPD sieht „Regierungsauftrag für Olaf Scholz“

Update, 19:34 Uhr: Die SPD kann nach den Worten ihres nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Thomas Kutschaty selbstbewusst die Bildung einer neuen Bundesregierung angehen. „Wir können sehr selbstbewusst in die kommenden Tage gehen und werden dies bei der Gestaltung der Regierung auch tun“, erklärte Kutschaty am Sonntagabend in einer Mitteilung. Er fügte hinzu: „Die SPD ist wieder da.“ Die Bürgerinnen und Bürger könnten sich darauf verlassen, dass die SPD mit dem Wahlergebnis verantwortungsvoll umgehen werden. „Es ist ein Regierungsauftrag für Olaf Scholz“, betonte Kutschaty.

Noch vor wenigen Wochen sei die SPD abgeschrieben worden, jetzt könne sie sich über ein großes Plus freuen. „Fest steht schon jetzt: Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist klarer Gewinner dieser Wahl“, erklärte Kutschaty, der auch Fraktionschef im NRW-Landtag ist, knapp eine Stunde nach Schließung der Wahllokale. Unionskanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet habe große Verluste hinnehmen müssen. Das sei auch ein deutliches Misstrauensvotum für schwache vier CDU-Jahre in NRW, meinte Kutschaty.

Update, 19:27 Uhr: CDU und SPD liefern sich bei der Bundestagswahl in Nordrhein-Westfalen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach einer ersten WDR-Hochrechnung (Stand: 18.57 Uhr) liegt die SPD mit 27,2 Prozent (2017: 26,0 Prozent) hauchdünn vor der CDU mit 26,8 Prozent (2017: 32,6 Prozent). Die Grünen legen deutlich zu auf 15,8 Prozent (2017: 7,6 Prozent). Die FDP kommt auf 11,6 Prozent (2017: 13,1 Prozent), die AfD erreicht 8,1 Prozent (2017: 9,4 Prozent). Die Linke landet bei nur noch 3,5 Prozent (2017: 7,5 Prozent).

Bundestagswahl 2021: Ergebnis der zweiten Hochrechnung

Update, 19:18 Uhr: Es gibt eine neue Hochrechnung mit ersten Briefwahlstimmen. Es bleibt bei sehr ähnlichen Ergebnissen und weiterhin einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Demnach liegt die CDU bei 24,7 Prozent, die SPD bei 24,9 Prozent. Die Grünen kämen auf 14,6 Prozent, die FDP auf 11,7 Prozent und die AfD auf 11,1 Prozent. Die Linke liegt bei 5,0 Prozent und die Sonstigen bei 8,0 Prozent.

Update, 19:10 Uhr: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat das mutmaßliche Abschneiden ihrer Partei als das „historische beste Ergebnis“ gelobt. Nach Hochrechnungen vom frühen Sonntagabend können die Grünen mit fast 15 Prozent der Stimmen rechnen. Das bislang beste Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreichte die Ökopartei 2009 mit 10,7 Prozent. „Wir sind erstmals angetreten, um als führende Kraft dieses Land zu gestalten“, sagte Baerbock bei der Wahlparty ihrer Partei in Berlin. „Wir wollten mehr“, räumte sie ein. Das habe nicht geklappt, auch aufgrund eigener Fehler – ihrer Fehler, wie sie präzisierte.

„Dieses Land braucht eine Klimaregierung“, betonte Baerbock, die mit „Annalena“-Sprechchören empfangen wurde. „Dafür kämpfen wir jetzt weiter mit euch allen.“ Co-Chef Robert Habeck umarmte Baerbock auf der Bühne und nannte sie „eine Kämpferin, ein Löwenherz“.

Bundestagswahl 2021: SPD jubelt laut Söder zu früh

Update, 19:09 Uhr: CSU-Chef Markus Söder äußert sich auch zu den ersten Hochrechnungen: „Es ist überhaupt nicht klar, wer wann und wo vorne liegt. Die SPD hat schon mehrere Tage lang zu früh gejubelt. Die Briefwahl und die Direktmandate müssen noch ausgezählt werden. Am Ende wird zusammengezählt und daraus können sich die Ansprüche ableiten. Eines ist klar: Es hat eine Absage an eine linke Regierung gegeben und meiner Meinung nach eine Zusage für eine bürgerliche Regierung.“

Update, 19:03 Uhr: Jetzt spricht SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Willy-Brandt-Haus: „Ich freue mich über das Wahlergebnis. Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden, dass die SPD bei allen Balken nach oben geht und das ist ein großer Erfolg. Die Bürgerinnen und Bürger wollen einen Wechsel der Regierung und dass der nächste Kanzler in diesem Land Olaf Scholz heißt. Die Hochrechnung ist ein Auftrag der Bürgerinnen und Bürger, dass all das, was wir vor dieser Wahl besprochen haben, umgesetzt wird und wir uns dafür stark machen.

Bundestagswahl 2021: Laschet – „können mit Ergebnis nicht zufrieden sein“

Update, 18:53 Uhr: Laschet: „Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Der Ausgang der Wahl ist noch völlig unklar. Es wird ein langer Abend. Das Wahlergebnis stellt Deutschland, die Union und alle demokratischen Parteien vor große Herausforderungen.“

„Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Wir werden alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu führen. Deutschland braucht eine Koalition für mehr Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht – für Klimaschutz und für Finanzen. Wir tragen eine Verantwortung für unsere Kinder und unsere Enkel, besonders im Klimaschutz.“

Update, 18:51 Uhr: Jetzt spricht Armin Laschet im Konrad-Adenauer-Haus der CDU. „Das ist heute ein ganz besonderer Wahlabend. Zum ersten Mal seit 16 Jahren hat Angela Merkel nicht als Bundeskanzlerin kandidiert. Mein erster Dank gilt Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Arbeit.“

Bundestagswahl 2021: Erste Hochrechnung – SPD und CDU fast gleichauf

Update, 18:50 Uhr: Die ARD hat eine erste Hochrechnung zur Bundestagswahl geliefert. Demnach liegen die SPD und die CDU fast gleichauf. Die SPD kommt auf 24,9 Prozent, die CDU auf 24,7 Prozent. Die Grünen liegen bei 14,8 Prozent, die FDP bei 11,2 Prozent, die AfD bei 11,3 Prozent, die Linke auf 5,0 Prozent und die Sonstigen auf 8,1 Prozent.

Update, 18:33 Uhr: Die ersten Prognosen zur Bundestagswahl 2021 lassen SPD und FDP jubeln. SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl als einen «grandiosen Erfolg» gewertet. «Das ist ein Vertrauensbeweis der Bürgerinnen und Bürger für Olaf Scholz», sagte Heil am Sonntagabend in der ARD. Mit Blick auf das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Union um Platz eins sagte er, der Abend sei noch jung.

Auch die FDP freut sich über die ersten Prognosen. „Heute Abend feiern wir zunächst einmal, weil das erste Mal in der Geschichte unseres Landes ist, dass die FDP bei einer Bundestagswahl zweimal in Folge zweistellig wird“, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki am Sonntagabend im ARD-Wahlstudio. „Wir freuen uns riesig.“ Was Koalitionsmöglichkeiten betreffe, müsse man jetzt erst einmal abwarten. Die FDP wolle mitregieren. „Rot-Grün-Rot wird wahrscheinlich nicht funktionieren.“

Die Linke hat sich enttäuscht über den Ausgang der Bundestagswahl gezeigt. „Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagte die Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow am Sonntagabend. „Wir haben durchaus schwer verloren.“ Die Linke liegt nach den Prognosen von ARD und ZDF bei nur 5 Prozent und muss ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde befürchten. „Wir haben viele Fehler gemacht“, gestand Hennig-Wellsow ein. Diese seien nicht erst im Wahlkampf passiert, sondern schon in den vergangenen Jahren.

Die AfD zeigt sich bislang zurückhaltend. Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als „sehr solides“ Ergebnis gewertet. Die AfD habe zweistellig abgeschnitten und sei allen Unkenrufen zum Trotz nicht aus dem Bundestag heraus gewählt worden, sagte Weidel am Sonntagabend in der ARD. „Um uns wird man nicht mehr drumherumkommen“, sagte sie.

Bundestagswahl 2021: So haben Köln, Düsseldorf, Duisburg und Bonn gewählt

Bundestagswahl 2021: CDU-Generalsekretär Ziemiak will Jamaika-Koalition

Update, 18:28 Uhr: Die Union will nach den Worten von Generalsekretär Paul Ziemiak trotz des schwachen Abschneidens bei der Bundestagswahl eine unionsgeführte Regierung ausloten. „Wir haben ein Credo in der Union: Erst das Land, dann die Partei“, sagte Ziemiak am Sonntagabend kurz nach Schließung der Wahllokale. Nach den ersten Zahlen gebe es eine Möglichkeit für eine „Zukunftskoalition“ aus Union, Grünen und FDP. „Und deswegen muss man miteinander sprechen.“ Zugleich räumte Ziemiak ein: „Die Verluste sind herb, sie sind bitter.“

Update, 18:17 Uhr: Die erste Prognose des WDR von Infratest dimap prophezeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und CDU in NRW. Beide Parteien können danach mit 27,0 Prozent rechnen. Die Grünen landen laut Prognose bei 16,0 Prozent, die FDP kommt auf 11,5 Prozent. Die AfD erreicht nach dieser Vorhersage 8,0 Prozent, die Linke 3,5 Prozent.

Update, 18:13 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt laut einer ersten Prognose der ARD bei 76 Prozent. Damit läge die Wahlbeteiligung auf einem ähnlichen Niveau, wie noch 2017 (76,2 Prozent).

Bundestagswahl 2021: Erste Prognosen – SPD in Führung, CDU mit schweren Verlusten

Update, 18:05 Uhr: Die 26 zu 24 Bei der ersten Prognose der Forschungsgruppe Wahlen führt die SPD mit 26 Prozent der Stimmen vor der CDU mit 24 Prozent. Die Grünen liegen bei 14,5 Prozent, die FDP kommt auf 12 Prozent. Die AfD läge bei 10 Prozent und die Linke müsste bei 5 Prozent um den Einzug in den Bundestag bangen.

Bundestagswahl 2021: Wer vor 18 Uhr in der Schlange stand, darf wählen

Köln – Die Bundestagswahl 2021 verspricht, die spannendste seit vielen Jahren zu werden. Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) kämpfen um die Kanzlerschaft und die Nachfolge von Angela Merkel. Bei den letzten Umfragen deutete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD an. Ab 18 Uhr werden die ersten Hochrechnungen erwartet.

Dann schließen eigentlich die Wahllokale, aber aktuell ist nicht davon auszugehen, dass dann bereits jeder gewählt hat. Besonders in Berlin gibt es viel Chaos bei der Wahl und lange Schlangen vor den Wahllokalen. Aber wer vor 18 Uhr am Wahllokal angekommen ist, darf auf jeden Fall seine Stimme abgeben. Das bestätigte der Bundeswahlleiter bei Twitter. „Personen, die vor Ablauf der Wahlzeit (18 Uhr) erschienen sind und sich im Wahlraum oder aus Platzgründen davor befinden, sind zur Stimmabgabe zuzulassen“, heißt es dort. (bs/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage.

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