1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Beerdigung eines Clan-Mitglieds in Leverkusen: „Alle wollen sich verabschieden“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johanna Werning

Der Fahrer eines Leichenwagens spricht in die Kameras eines Fernsehteams.
Der Fahrer des Leichenwagens berichtet erste Details über die Beerdigung eines hochrangigen Clan-Mitglieds. © Johanna Werning

Hunderte Gäste werden zur Beerdigung eines hochrangigen Mitglied des Goman-Clans in Leverkusen erwartet. Polizei und Stadt haben Maßnahmen ergriffen.

Update von 15:05 Uhr: Die Beerdigung eines Mitglieds des Goman-Clans ist am Freitag in Leverkusen ruhig verlaufen. Es ist nicht zu den im Vorfeld befürchteten Problemen mit Menschenansammlungen gekommen. Zur Trauerfeier zugelassen wurden Gäste, die auf einer zuvor eingereichten Namensliste gelistet waren. Nur vereinzelt sind weitere Menschen dazu gekommen, die allerdings abgewiesen wurden.

Update von 15:04 Uhr: „Starke Schmerzen sind im Herzen. Es ist ein Familienmitglied. Wir werden ihn nie vergessen“, sagte ein Familienmitglied nach der Beerdigung. „Es wären eigentlich Hunderte Personen gewesen. Nicht nur bei Adam – bei jedem Familienmitglied“

„Es wären eigentlich Hunderte Personen gewesen. Nicht nur bei Adam - bei jedem Familienmitglied“

Update von 13:33 Uhr: Nach und nach verlassen weitere Trauergäste den Friedhof. Ihr Gesicht verstecken sie dabei hinter Kapuzen und Tüchern

Update von 13:28 Uhr: Der Leichenwagen hat den Friedhof in Leverkusen verlassen, um kurze Zeit später wieder auf den Friedhof zu fahren. „Alle wollen sich verabschieden“, sagte der Fahrer am Steuer. „Adam Goman hat bei Ärger mit seinen Leuten geredet und die Streitereien geregelt“, sagt der Fahrer über das verstorbene Mitglied des Clans. Der Verstorbene war der Friedensrichter der Familie.

Goman-Clan beerdigt hochrangiges Mitglied in Leverkusen

Update von 13:16 Uhr: „Die Großfamilie hatte im Vorfeld angekündigt, dass mehrere Hundert Personen erscheinen. Das blieb jedoch aus“, sagte ein Sprecher der Polizei. Lediglich eine Hand von Personen versuchte zusätzlich zu den erlaubten 50 Personen auf den Friedhof zu gelangen“, sagte ein Sprecher der Polizei. „Die Beerdigung ist bis 14 Uhr angesetzt. Bislang läuft alles auflagenkonform.“

Menschen stehen vor einem Friedhof in Leverkusen und wollen zur Beerdigung eines ranghohen Clan-Mitglieds.
Zur Beerdigung eines Mitglieds des Goman-Clans in Leverkusen wollten mehr Menschen, als zuvor angemeldet. © Johanna Werning

Update von 12:37 Uhr: „Die Familie hat vorab gesagt, dass sie mit mehreren hundert Personen kommen will. Wir werden auch nach der Trauerfreier die Augen aufhalten“, berichtet ein Pressesprecher der Polizei

Update von 12:29 Uhr: Das Loch im Zaun des Friedhofs wurde gefunden.

Beerdigung eines Clan-Mitglieds: „Ich rufe 5.000 Leute an und wir stürmen das“

Update von 12:19 Uhr: Die Kutsche hat den Friedhof wieder verlassen. Die Polizei kontrolliert derweil weiterhin die Zufahrten zum Friedhof. Die Situation vor Ort wirkt ruhig.

Update von 12:16 Uhr: „Nächstes mal machen wir das, wie wir es wollen“, schreit ein Mann, der nicht mehr auf den Friedhof gelassen wurde. „Ich rufe jetzt 5.000 Leute an und wir stürmen das“, fügt er hinzu.

Die Kutsche, die den Sarg transportiert, wartet vor dem Friedhof in Leverkusen, im Hintergrund ist die Polizei zu sehen.
Die Kutsche, die den Sarg transportiert, wartet vor dem Friedhof in Leverkusen, im Hintergrund ist die Polizei zu sehen. © Johanna Werning

Beerdigung eines Clan-Mitglieds: Friedhof in Leverkusen abgeriegelt – Menschen versuchen es dennoch

Update von 12:15 Uhr: Eine Passantin macht die Polizei gerade darauf aufmerksam, dass der Zaun zum Friedhof ein großes Loch hat, „da passt ein Auto durch“ erzählt die Passantin, die ihren Namen nicht nennen möchte 24RHEIN.

Update von 12:11 Uhr: Auf dem Friedhof wird laute Musik gespielt.

Beerdigung eines Clan-Mitglieds: Friedhof in Leverkusen abgeriegelt – Menschen versuchen es dennoch

Update von 12:06 Uhr: Es gibt kein Reinkommen in den Friedhof. Nur, wer vorab auf einer Liste stand, darf die Beerdigung besuchen. Dennoch versuchen es einige Trauernde über andere Zugänge. Drei Nachrücker dürfen nachträglich auf den Friedhof – allerdings müssen die Trauergäste unter 15 Jahren sein.

Update von 12:01 Uhr: Die Trauernden verlassen nun den Parkplatz auf Anweisung durch die Polizei. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um 15 Personen. Beamte folgen den Menschen

Mehrere Menschen stehen vor dem Eingang zum Friedhof in Leverkusen, der von Ordnungsamt und Polizei abgeriegelt wird.
Mehrere Menschen versuchten, für die Beerdigung auf den Friedhof in Leverkusen zu gelangen – ohne Erfolg. © Johanna Werning

Beerdigung eines hochrangigen Clan-Mitglieds – Friedhof in Leverkusen abgeriegelt, niemand kommt mehr rein

Update von 11:58 Uhr: Vor dem Friedhof haben sich mehrere Trauernde versammelt. Nicht jeder darf den Friedhof betreten. Nur wer auf einer Liste steht, darf auf die Beerdigung. Mehrere Personen versuchten, sich auf den Friedhof zu drängen. Doch ohne Erfolg, Mitarbeiter des Ordnungsamts versperren den Weg. Trotz wiederholter bitten, darf der weinende Mann den Friedhof nicht betreten.

Update vom 9. April, 11:57 Uhr: Die Kutsche hat sich in Bewegung gesetzt, dazu wird Musik gespielt.

Clan-Mitglied an Corona verstorben – Beerdigung in Leverkusen

Update vom 9. April, 11:52 Uhr: Die Kutsche soll in Kürze losfahren und die Beerdigung damit beginnen. Ein gutes Dutzend von Trauernden steht vor dem Friedhof.

Update vom 9. April, 11:49 Uhr: Der Eindruck vor Ort: Auf dem Parkplatz des Friedhofs in Leverkusen stehen mehr Polizisten und Polizeiautos als Personen.

Update vom 9. April, 11:36 Uhr: Unsere 24RHEIN-Reporterin befindet sich bereits vor Ort. Bereits zwei Kilometer vor dem Friedhof waren die ersten Polizisten positioniert. Rund um den Friedhof ist absolutes Halteverbot und Schilder. 

Ein Streifenwagen sowie mehrere Polizisten stehen auf einer Straße in Leverkusen.
Beerdigung eines Clan-Mitglieds: Die Polizei positionierte sich bereits auf dem Weg zum Friedhof von Leverkusen. © Johanna Werning

Update vom 9. April, 11:34 Uhr: Wie viele Menschen werden zur Beerdigung eines Clan-Mitglieds in Leverkusen kommen? Angesichts der Corona-Pandemie und der dadurch gültigen Hygiene-Regeln ist diese Frage entscheidend. Fest steht aber auch: Polizei und Stadt Leverkusen rechnen mit hunderten Gästen. Zudem könnte die Großfamilie selbst an, das bis zu 500 Menschen bei der Beerdigung teilnehmen könnten, das berichtet die Bild.

Sperrungen in Leverkusen: Beerdigung eines hochrangigen Clan-Mitglieds – hunderte Gäste erwartet

Erstmeldung vom 9. April, 10:47 Uhr

Leverkusen – Seit mehreren Tagen sind die Stadt Leverkusen und die Polizei in Aufruhr. Grund dafür ist ein Trauerfall in einer deutschlandweit verzweigten Clan-Familie. Zwei hochrangige Mitglieder des Goman-Clans erkrankten an Corona. Ende März soll dann ein 61-jähriges Clan-Mitglied an den Folgen von Covid19 gestorben sein. Bei dem verstorbenen Mitglied soll es sich um einen hoch angesehenen Friedensrichter handeln.

Leverkusen: Clan-Beerdigung sorgt schon im Vorfeld für Aufregung bei Stadt und Polizei

Seit dem Todesfall kam es mehrfach auf einem Privatgelände des Clans im Leverkusener Stadtteil Wiesdorf zu größeren Menschenansammlungen – und somit zu Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Allein am 29. März kam es zu einer Ansammlung von rund 80 Personen auf dem Grundstück. In mehreren Fällen wurden Bußgelder verhängt.

Eigentlich sollte die Beerdigung bereits am Mittwoch (7. April) auf dem Reuschenberger Friedhof stattfinden. Doch auf Wunsch der Familie wurde die Trauerfeier jedoch auf den heutigen Freitag um 12 Uhr verschoben. Grund dafür sei die Corona-Quarantäne von 30 Familienmitgliedern, die am Freitag beendet ist. Die Stadt Leverkusen erklärt jedoch, dass auch im Falle einer Quarantäne eine Teilnahme an einer Trauerfeier grundsätzlich möglich sei. Das müsse lediglich mit dem Gesundheitsamt im Vorfeld abgesprochen werden.

Das ist über den Goman-Clan bekannt:

Clan-Beerdigung in Leverkusen: Stadt und Polizei erarbeiten Sicherheitskonzept

Die Ansammlungen in den vergangenen Tagen bereiten der Stadt und der Polizei große Sorgen. Beide rechnen mit einem großen Andrang an Trauergästen. Die Rede ist von potenziell mehreren Hundert Besuchern. Damit es zu keinen Ausschreitungen kommt, erarbeiteten die Stadt und die Polizei in den letzten Tagen ein Sicherheitskonzept. „Stadt und Polizei stehen in engem Austausch“, bestätigt die Stadt Leverkusen auf Anfrage von 24RHEIN.

Friedhof und Parkplatz wurden bereits am Tag vor der Beerdigung gesperrt, sodass nur die Grenze an erlaubten Trauergästen eingehalten werden kann, wie die Stadt Leverkusen auf Nachfrage von 24RHEIN erklärt. Die Rheinische Post berichtet, dass auch der Tierpark in der Nähe aufgrund der Beerdigung heute geschlossen bleiben soll. Des Weiteren solle die Möglichkeit bestehen, weitere Kräfte der Bereitschaftspolizei hinzuzuziehen. 

Clan-Beerdigung in Leverkusen: Regeln für Trauerfeiern wurden geändert

Zusätzlich wurde die Allgemeinverfügung zur Sicherstellung des Infektionsschutzes bei Trauerfeierlichkeiten für knapp zwei Wochen geändert. Statt 25 Personen erlaube die neuen Regelungen insgesamt 50 Trauernde unterm freien Himmel: 25 Personen über 14 Jahren und 25 Kinder im Alter darunter. Auslöser für die zeitweilige Änderung sei, dass die vorherige Verordnung zu Schwammig in Bezug auf die Kinder sei. Kinder unter 14 Jahren wurden bislang nicht in die Maximalanzahl an Trauergästen eingerechnet. (jw)

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hatten wir geschrieben, dass es sich bei dem Fahrer des Leichenwagens „offenbar um ein Clan-Mitglied“ handelt. Der Fahrer war jedoch der Bestatter, der die Beerdigung im Auftrag der Familie ausrichtete. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.

Auch interessant