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Zu wenig Corona-Impfstoff – „wie bei Tickets für ein Madonna-Konzert“

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Eine medizinische Mitarbeiterin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen bereitet im Rathaus den Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer für Impfungen gegen das Coronavirus vor.
Viele Betriebsärzte in NRW konnten wegen zu wenig Impfstoff noch nicht mit dem Impfen beginnen. (Symbolbild) © Robert Michael/dpa

Eigentlich sollten am Montag (7. Juni) auch die Betriebsärzte in NRW mit den Corona-Impfungen anfangen. Doch weil Impfstoff fehlt, verzögert sich der Start.

Bonn/Düsseldorf – Der Impfstart bei den Betriebsärzten läuft nach Schilderung von Verbandsvertretern wegen zu unkonkreter Liefertermine und sehr geringen Impfstoffmengen mit Verzögerungen an. „Die meisten werden wohl erst ab morgen richtig loslegen“, sagte die Vorsitzende des Regionalverbandes Nordrhein-Süd im Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Tanja Menting, am Montag der dpa. Bei einer Impfstoff-Ankündigung im Laufe des Montagnachmittags ohne Uhrzeit könne man an dem Tag nicht planen, zumal der Impfstoff von Biontech/Pfizer vor dem Impfen zunächst erst einmal aufbereitet werden müsse.

Corona in NRW: Verbandsvorsitzender rechnet mit riesigem Ansturm

Der Vorsitzende des Betriebsärzte-Regionalverbandes Nordrhein-Nord, Thomas Meier, berichtete von einer kurzfristigen Verschiebung des Liefertermins auf Dienstag in seinem Bereich. Wenn die Termintools nach dem Eintreffen der Impfdosen freigeschaltet werden können, sei ein riesiger Ansturm zu erwarten. „Das ist wie bei den Tickets für ein Madonna-Konzert. In zwei Minuten ist alles weg“, sagte Meier. Er befürchtet sogar, dass in der kommenden Woche noch weniger Impfstoff als die rund 100 Impfdosen je Betriebsarzt zur Verfügung stehen werden, die für diese Woche angekündigt worden seien.

Mit dem Wegfall der Impfpriorisierung an diesem Montag werden die Betriebsärzte in die Impfaktion gegen das Coronavirus einbezogen. Sie sind die dritte Säule nach den Impfzentren und den Hausärzten. (dpa/lnw)

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