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Corona-Impfung in Apotheken? Ab Sommer vielleicht möglich

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Ein Mann wird geimpft, zwei Personen sind daran beteiligt
Seit April sind die Arztpraxen an den Corona-Impfungen beteiligt. Ab Sommer womöglich auch Apotheken. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Aufgrund der immer weiter steigenden Mengen könnten Corona-Impfstoffe in Zukunft auch in Apotheken verimpft werden. Grund ist eine mögliche Überbelastung der Arztpraxen.

Düsseldorf – Der Apothekerverband Nordrhein hat vorgeschlagen, im Sommer auch die Apotheker in die Corona-Impfkampagne einzubeziehen. „Wenn es im Laufe des Sommers ein Überangebot an Impfstoffen gibt, müsste man überlegen, die Apotheken in das Impfgeschehen mit einzubeziehen. So könnte die Impfkampagne schneller voran schreiten“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Rheinischen Post am Dienstag. Auch in anderen Ländern wie Großbritannien, Dänemark, Frankreich, der Schweiz und den USA würden Apotheker bei den Corona-Impfungen einbezogen. Seit letzter Woche können Corona-Impfungen auch in Arztpraxen wahrgenommen werden.

Corona-Impfungen: Impfstoff-Menge steigt immer weiter an – Arztpraxen im Sommer womöglich ausgelastet

In wenigen Wochen werde wahrscheinlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen, als zeitnah geimpft werden könne, so Preis. „In dieser und der nächsten Woche gibt es im Schnitt 24 Dosen pro Praxis. Ab der 17. Kalenderwoche gibt es bereits 40 Dosen pro Praxis, in der 18. KW sogar 70 Dosen. Im Sommer können es dann sogar etwa 300 Dosen pro Woche und Praxis sein. Die Frage ist, ob die Praxen das überhaupt noch verimpfen können, zumal der normale Praxisalltag ja weitergeht“. Viele Hausärzte hatten bereits wegen zu viel Bürokratie zum Impfstart vor Überlastung gewarnt. (dpa)

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