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Corona-Lockerungen in den Niederlanden: Venlos Bürgermeister verteidigt Sperrung der Innenstadt

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Gäste im Restaurant Prins Hendrik in Venlo.
Seit dem 28. April darf auch die Außengastronomie in den Niederlanden (hier Venlo) wieder unter Einschränkungen öffnen. © IMAGO / Reichwein

Wegen Überfüllung musste die niederländische Stadt Venlo am Sonntag die Innenstadt sperren. Nun verteidigte Bürgermeister Antoin Scholten die Corona-Maßnahme.

Venlo/Aachen – Nachdem die niederländische Grenzstadt Venlo am Sonntagnachmittag die Innenstadt wegen Überfüllung geschlossen hatte, hat der Bürgermeister die Maßnahme verteidigt. Antoin Scholten kündigte zudem an, er werde „auch an den kommenden Wochenenden und den noch kommenden deutschen Feiertagen Maßnahmen ergreifen, wenn es notwendig sein sollte.“

Venlos Bürgermeister Scholten: Bewusstsein, dass Corona noch präsent ist, war nicht mehr vorhanden

Am Wochenende konnten zum ersten Mal seit Monaten Geschäfte in Venlo ohne Voranmeldung besucht werden. Auch die Außengastronomie hatte wieder offen. Viele Deutsche nutzten das Wochenende, um über die Grenze zu fahren. „Venlo ist und bleibt eine Stadt, in der gastfreundliche Unternehmer ihre Gäste auf professionelle Art und Weise willkommen heißen“, so Scholten am Montag. „Leider ist die Corona-Pandemie aber noch längst nicht vorbei. Am vergangenen Wochenende schien es manchmal so, als ob das Bewusstsein, dass Corona noch präsent ist, nicht mehr vorhanden war.“

Nach Ansturm am Wochenende: Venlo bereitet sich auf deutsche Feiertage in Corona-Zeiten vor

Auf Anraten der Sicherheitsdienste habe er am Sonntagmittag entschieden, die Parkplätze zu sperren und den ankommenden Verkehr aus dem Stadtzentrum wieder hinauszuleiten. „Diese Maßnahmen habe ich schweren Herzens ergreifen müssen. Aber an einigen Stellen in der Stadt war es inzwischen so voll geworden, dass ein sicheres Einkaufen in der Corona-Zeit nicht mehr möglich war“, teilte Scholten mit.

Nun bereite man sich auf die kommenden Wochenenden und die deutschen Feiertage vor: „Wir werden mit allen unseren Partnern besprechen, wie wir in diesen Pandemie-Zeiten ein zu volles Stadtzentrum vermeiden können. Denn die Sicherheit unserer Besucher, wie auch die der Menschen, die in der Innenstadt arbeiten, sollte immer unsere oberste Priorität sein.“ (bs/dpa/lnw)

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